Mit „Traversflöte“ sind
die Querflötenmodelle der Zeit von Renaissance bis
zur Mitte des 19. Jahrhunderts gemeint.
Aus Holz, bisweilen auch aus Elfenbein gefertigt, waren
sie insbesondere in der Zeit des Barocks und bis zur
Frühromantik - von Bach, über
Beethoven bis hin zu Berlioz- ideal angepasst an die Klangideale ihrer
Zeit. Klangfarbenreichtum und Beweglichkeit der Artikulation rückten
dieses Instrument ins Zentrum der Kompositionen.
Bach, Telemann, Mozart und Beethoven dachten an diesen
Querflöten-Typ,
als sie komponierten, und nicht an die silberne Böhmflöte. Der
charmante, betörende Klang der Traversflöte veranlassten Ludwig
XIV. und Friedrich den Großen, der selber ein hervorragender Flötist
war, die besten Flötisten und Komponisten an den
Hof zu holen. |
| |
|
Die
Traversflöte ist das ideale Zweitinstrument für
Schüler (z.B. Quer- und Blockflötisten) ab
ca. 13 Jahren und für erwachsene Wiedereinsteiger,
um dieses faszinierende Instrument im eigenen Spiel,
solistisch oder im Bereich der Kammermusik, zu erleben.
Es ist eine zugleich lebendige wie auch horizonterweiternde
Beschäftigung,
sich mit historischen Spieltechniken und Lesarten zu beschäftigen
sowie den geistigen Hintergrund der Kompositionen zu
erfahren. |
Verantwortlich
für den Bereich Traversflöte ist Christoph
Runte. Er konzertiert - neben seiner Unterrichtstätigkeit
an der Musikschule Nienberge, der Musikakademie der Stadt
Kassel und Universität Kassel - als Traversflötist
und hat bereits in zahlreichen renommierten Orchestern
gespielt, so z.B. unter dem Dirigat von G. Leonhardt,
N. Harnoncourt, Ph. Herreweghe, Frans Bruggen oder Sir Simon Rattle.
Gute Kopien von Originalinstrumenten sind auf dem Markt
vergleichsweise preiswert erhältlich, die Anschaffung
als Leihinstrument an der Musikschule in Planung. |
|