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" ... ist ein bewundernswertes Instrument, ob man die Süße des Tons, die Vielfalt des Ausdrucks oder den erstaunlichen Umfang bedenkt. Unter den Händen eines Meisters steht es als Soloinstrument keinem anderen nach und es ist als Baßstütze in Konzerten unerläßlich notwendig." (New Instructions for the Violoncello, Anonym, um 1765)

Bevor dem Cello im 18. Jahrhundert diese begeisterte Wertschätzung entgegengebracht werden konnte, lag eine 200 -jährige Entwicklungsgeschichte hinter ihm.
Die ersten Celli wurden im 16. Jahrhundert in Italien gebaut, wobei erst Antonio Stradivari ( 1649 - 1737) die bis heute gültige Form und Größe des Cellos festgelegt hat.

Das Cello gehört zur Familie der Streichinstrumente.
Zwischen den allerersten Streichinstrumenten, die die Menschen erfunden haben und den heutigen Instrumenten liegt jedoch ein Zeitraum von etwa tausend Jahren, als Reisende ein Saiteninstrument mit einem Streichbogen aus dem Orient nach Europa brachten.

Dieses Instrument wurde immer wieder verändert und verbessert -
bis sich schließlich zwei Instrumentenfamilien herausbildeten:
die der Violen da Gamba und die der Violen da bracchio, zu denen das Cello als Baßinstrument gehört.


Die Einsatzmöglichkeiten des Cellos sind aufgrund der vorhandenen Spielliteratur sehr vielseitig:
Zunächst mit seiner wichtigen Funktion als Basso continuo in der Barockmusik, wie z.B. bei Sonaten dieser Zeit oder in den Bachschen Kantaten und Passionen.
Die ersten Kompositionen, die speziell für das Cello geschrieben wurden, waren unbegleitete Werke (z.B. von Antonii, Gabrielli, Galli - um 1700). Im Laufe des 18. Jahrhunderts enstanden weitere Solos, Duos, Sonaten und Konzerte in großer Anzahl. Höhepunkte dieser Gattungen sind die Solosuiten von Bach, die Sonaten von Vivaldi und Boccherini, die Duette von Couperin und die Konzerte von Boccherini und Haydn.
Im 19. Jahrhundert entstanden virtuose Cellokonzerte und Konzertstücke, die Solisten der Zeit (Romberg, Goltermann, Popper u.a.) für ihr Instrument komponierten und parallel dazu auch die romantischen Konzerte von Schumann, Dvorak, Tschaikowsky, Lalo, Saint-Saens und Elgar. In diesen Konzerten kommt der besondere Charakter des Cellos als kraftvollles und lyrisches Instrument zum Ausdruck.


 

Der große Tonumfang und die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten inspirierten auch die Komponisten des 20. Jahrhunderts
zu bedeutenden Instrumentalkonzerten (Hindemith, Schostakowitsch, Prokofieff, Lutoslawski u.a.).
Mit den Solosuiten von Reger und der Solosonate von Kodaly sind die Kompositionen für Cello solo zu einem wesentlichen
Bestandteil der modernen Celloliteratur geworden.
Ebenso hat das Cello seinen Platz im Sinfonieorchester und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen (Duo Klavier/Cello; Klaviertrio; Streichquartett).
Auch außerhalb der klassischen Musik findet das Cello hin und wieder Anwendung, beispielsweise im Jazz (O. Pettiford, F. Katz, J.-C. Capon u.a.) oder Hardrock (Celloquartett "Apocalyptica").

 
Mit dem Cellounterricht kann bereits im Alter von 5 - 6 Jahren begonnen werden.
Über die Musikschule können entsprechend kleine Instrumente ausgeliehen werden.

Es ist natürlich genauso möglich, zu einem späteren Zeitpunkt als Jugendliche/r oder Erwachsene/r mit dem Cellospielen zu beginnen. Nach ca. einem Jahr Unterricht besteht bereits die Möglichkeit, erste Ensemble-Erfahrungen (Streichersemble/Celloensemble im Unterrichtsangebot der Musikschule Nienberge) zu sammeln.
 
Fortgeschrittene Spieler sind willkommen in einer der oben beschriebenen Kammermusikformationen oder einem Sinfonieorchester wie z.B. dem Erwachsenenorchester der Musikschule mitzuwirken.
Für weitere Auskünfte stehen die beiden Lehrkräfte für Cello an der Musikschule Nienberge gerne zur Verfügung.