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Das Fagott
ist das Bassinstrument der Holzblasinstrumentenfamilie.
Wie die Oboe ist es ein Doppelrohrblatt – Instrument.
Das Fagottrohr besteht aus zwei Holzblättern,
die übereinander
liegen und durch Metallzwingen und eine Garnumwicklung
zusammenhalten. Beim Anblasen
entsteht
ein Ton, da der Luftstrom durch periodisches Öffnen und Schließen
des
Einblasspaltes unterbrochen wird. Somit wird die Luftsäule in regelmäßige
Schwingungen versetzt; diese Schwingungen übertragen
sich auf die Luftsäule im Instrument.
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Der Korpus
des Instrumentes besteht aus einer geknickten Holzröhre – meistens
aus Ahornholz - von konischer Bohrung. Es gibt ein
bogenförmiges Metal–Anblasrohr, den sogenannten
Es – Bogen,
auf dem das Doppelrohrblatt angebracht wird.
Der oberste Teil des Instrumentes,
der sogenannte Flügel, ist ein abwärtsgerichtetes Rohrstück. Parallel
daneben liegt die nach oben führende, längere Bassröhre (oder
Bassstange). Beide Teile stecken
in einem U – förmig gebohrten Verbindungsteil, dem Stiefel. Am oberen
Ende der Bassstange ist das sogenannte Schallstück (oder Schallstürze)
angebracht. Das Fagott
lässt sich zum Transport und zum Säubern in diese Einzelteile zerlegen.
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Das Fagott erscheint im 16. Jahrhundert zum ersten
Mal. Es lassen sich einige Vorläuferinstrumente
nennen, so zum Beispiel der Sordun und der Dulzian.
Um 1670 erhielt das Fagott seine moderne dreiteilige
Form mit zunächst drei, dann vier Klappen. Um
die volle chromatische Tonleiter zu ermöglichen,
wurde von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
an die Zahl der Grifflöcher mit Klappen sehr vermehrt.
Um 1800 hatte ein Fagott etwa zehn Klappen. Heute sind
es beim französischen Buffet – System
22 Klappen, beim deutschen Heckel – System 24
Klappen.
Das Fagott ist etwa 2,50 m lang, in seiner realen Höhe
misst es etwa 1,40 m. Der Tonumfang eines modernen
Instrumentes reicht vom Bı bis zum e2 (f2,fis2).
Die einzelnen Register sind von den Klangfarben her
sehr verschieden. Das liegt am Obertonreichtum des
Instrumentes.
In der Tiefe klingt es voll und warm, in der Mittellage
verengt sich der Klang, in der hohen Lage klingt das
Fagott schlank und näselnd. So können viele
verschiedene Klangcharaktere erzeugt werden. Oft wird
das Fagott eingesetzt um humoristische Wirkungen zu
erzeugen, aber es vermag auch lyrische oder schmerzhafte
Klangfarben hervorzurufen.
Seit der Barockzeit wird das Fagott regelmäßig
im Orchester eingesetzt. Damals hatte es vor allem
als Continuo–Instrument
viel zu tun, wurde aber mehr und mehr auch solistisch
und als Kammermusik–Instrument
eingesetzt.
Seit der Klassik ist es fester Bestandteil des Symphonieorchesters.
Die Anzahl der Werke für Fagott als Soloinstrument
ist recht überschaubar. Bedeutende Werke stammen
von Antonio Vivaldi (1675 – 1741),
der über 40 Fagottkonzerte schrieb, Georg Philipp
Telemann (1681 – 1767),
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Johann
Christian Bach (1735 – 1782), Johann Nepomuk
Hummel (1778 – 1837), Carl Maria von
Weber (1786 – 1826), Franz Danzi (1763 – 1826),
Camille Saint – Saens
(1835 – 1921), Richard Strauss (1864 – 1949)
[ Concertino für Klarinette
und Fagott ], Paul Hindemith (1895
– 1963), Jean Francaix (*1912) und Henri Dutilleux (*1916).
Nach seiner Blütezeit im Barock und in der Klassik
wurde leider kaum romantische Musik für das Fagott
komponiert. Erst im 20. Jahrhundert widmen sich wieder
mehrere Komponisten diesem Instrument.
Neben der doppelten Besetzung im klassischen Symphonieorchester
wird es vor allem in Kammermusikbesetzungen wie dem
Bläserquintett
( Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott), oder
dem Trio d´anches
(Oboe, Klarinette, Fagott) verlangt.
Aber auch in vielen
anderen Besetzungen tritt es auf. Es gibt eine Vielzahl
an Solokonzerten mit Orchester, oder Solosonaten mit
Klavierbegleitung. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es
auch vermehrt Solostücke und Fagottduette oder –trios.
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Die Griffweise des Fagotts
ist relativ schnell zu erlernen und es gibt eine Vielzahl
leichter Stücke für den Anfangsunterricht.
Die Schwierigkeiten beim Erlernen des Fagottspiels
liegen eher bei der Tonerzeugung. Eine gute Atemführung
und Kondition sind erforderlich und nur durch Ausdauer
und Geduld zu erreichen. Das Fagott ist außerdem
ein ziemlich großes und schweres Instrument mit
weit auseinanderliegenden Klappen und Tonlöchern.
Deshalb ist es nicht empfehlenswert, in sehr jungen Jahren mit dem Fagottspiel
zu beginnen. Ein gutes Einstiegsalter liegt bei etwa 12 Jahren oder später
(je nach Größe und Konstitution des Kindes). |
Für weitere Infos steht
euch unser Fagottlehrer Sebastian Kurz gerne zu Verfügung! |
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