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Das Waldhorn

Bild Waldhorn

Das Waldhorn gehört zu den wohlklingendsten Instrumenten des Orchesters. Es besteht aus einem rundgebogenen Silber- oder Messing-Rohr von mehr als 3 Metern Länge. Es gehört zur Familie der Blechbläser uns ist für seinen vollen runden Klang bekannt. Heute wird im Orchester oft das "Doppelhorn" verwendet, in dem das Hoch-B-Horn und das F-Horn vereinigt sind.

Alle Blechblasinstrumente haben einen kräftigen Klang. Sie begleiteten Armeen in die Schlacht und liefern noch heute die Fanfarenklänge für königliche Prozessionen und Zeremonien. Wird ein kräftig-würdevoller Klang benötigt, greift man auf sie zurück.

Zwar war das Waldhorn stets ein besonders geschätztes Mitglied in der Familie der Blechblasinstrumente, aber sein begrenzter Tonumfang verhinderte, dass es eher als klanglich komplettierendes Instrument eingesetzt wurde. Dies änderte sich erst 1815 mit dem Aufkommen der Ventile.

Das Ventilsystem ermöglichte den Blechblasinstrumenten größere Tonumfänge und verbesserte Klangqualität. Zudem entdeckten die Musiker, dass sie mit Hilfe der Stoptechnik (Anpressen einer Hand an den Schallbecher am breiten Ende des Instruments) weitere töne erzielen konnten. Diese technische Verbesserung kann in erster Linie dem Waldhorn zugute. Es hatte sich aus dem französischen Jagdhorn entwickelt und bestand bis dahin nur aus einem kreisrund gebogenen Rohr mit einer trichterförmigen Öffnung an seinem Ende, dem Schallbecher oder der Stürze. Im Laufe der Zeit erlangte das Waldhorn eine zunehmend wichtigere Stellung innerhalb des Orchesters. Es ordnet sich unauffällig in den Klangkörper ein und harmoniert gut mit den Holzbläsern, ja sogar mit Streichern. Zudem hüllt es das Orchester in einen warmen Klangkosmos ein.

Der Klang des Waldhorns

Das lange, enge, rundgebogene Rohr des Waldhorns weitet sich zu einer trichterförmigen Öffnung am Ende. Es besitzt vier Ventile, von denen drei, wenn sie geöffnet sind, das Rohr verlängern - der Ton wird tiefer. Also: Je länger das Rohr, um so tiefer der Ton. Das vierte Ventil erhöht den Ton, weil damit ein Teilstück des Rohrs "stillgelegt" wird. so kann von allen Instrumenten allein das Waldhorn sowohl tief als auch hoch erklingen.

Ergänzungen

- Das Waldhorn ist das einzige Instrument im Orchester, das mit der linken Hand gespielt wird.

- Der belgische Komponist Francois Gossec setzte das Ventilhorn 1827 erstmalig in einem Opernorchester ein.

Bild Waldhorn: © YAMAHA Music Europe GmbH
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