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Der Triangel

Bild Triangel

Das bekannteste Perkussionsinstrument ist ein aus einem gebogenen Stahlstab bestehendes gleichschenkliges Dreieck, dessen eines Ende offen ist. Beim Orchesterinstrument messen die Seiten 15 bis 18 cm. Manchmal werden vom Komponisten allerdings größere oder kleinere Ausführungen verlangt. Der Triangel wird mit einem Metallstab geschlagen, gelegentlich auch mit einem Holschlegel, z. B. bei Bartók oder Pfitzner.

Schon die alten Römer kannten den Triangel und nannten ihr Tripos. Verwandt mit den Tempelrasseln im alten Ägypten und alten Griechenlang, hatte er zunächst vor allem eine geistliche Bedeutung und wurde später auch bei christlichen Gottesdiensten eingesetzt. Die frühesten Triangeln besaßen kein offenes Ende, statt dessen hingen bis zu fünf Metallringe lose am Dreieck und verliehen dem Instrument einen rauen, scheppernden Klang. Diese Art des Triangels wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts von der uns heute bekannten Instrumentenausführung verdrängt.

In der Orchestermusik des späten 18. Jahrhunderts wurde der Triangel nur für besondere Klangeffekte gebraucht, z. B. in der sogenannten "türkischen" Musik. So bezeichnete man jede Art von Musik mit Perkussionsinstrumenten, die sonst nur in Militärkapellen vorkamen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Instrument allmählich zu einem unverzichtbaren Mitglied des Orchesters.

Den Klang des Triangels kann kein anderes Instrument erzeugen. Mit voller Kraft gespielt, übertönt sein heller, lauter Klang das gesamte Orchester. Sanft angeschlagen, verzaubert er sogar besonders leise Stellen mit seinem silbrigen, glockenhellen Klingen.

Der Klang des Triangels

Der Triangel wird mit einem oder mehreren Fingern an einer Schlafe aus feinem Darm, Nylon oder Leder gehalten. Die andere Hand hält den Schlegel. Bei einer komplizierten Notenfolge muss der Spieler manchmal mit zwei Schlegeln arbeiten. Dann wird der Triangel nicht in der Hand gehalten, sondern an ein Stativ gehängt. Während er erklingt, darf der Triangel mit keinem Gegenstand in Berührung kommen, da sonst die Schwingungen gehemmt werden und das Instrument verstummt. Meist wird der Triangel an seiner Außenseite angeschlagen, bei leiseren Stücken auch an der Innenseite der Winkel. Bei schnellen Tonfolgen schlägt der Schlegel von Seite zu Seite. Je größer der Winkel ist, desto lauter wird der Klang.

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