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Das Saxophon

Bild Saxophon

Das Saxophon wurde von dem Franzosen Adolphe Sax entwickelt und 1846 in Paris als Erfindung patentiert. Zur Instrumentenfamilie zählen das Sopranino (das einzige Saxophon mit gerade verlaufendem und nicht gebogenem Rohr), das wenig gebräuchliche Sopran-, das Alt-, Tenor-, Bariton-, Bass- sowie Subkontrabasssaxophon.

Wie viele andere Blechblasinstrumente vor ihm, begann das Saxophon seinen Siegeszug zunächst in der Militärmusik. Es wurde von der französischen Armee im Jahre 1854 offiziell zugelassen. Seitdem hat sich sein charakteristisches Äußeres mit dem geschwungenen messing- oder nickelfarbenen Instrumentenrohr kaum verändert. In unserem Jahrhundert kamen einige Neuerungen hinzu, wie etwa Hilfestellungen zwischen den Klappen, die dem Saxophonisten beim Spielen größere Flexibilität ermöglichen.

Obwohl im Sinfonieorchester von eher untergeordneter Bedeutung, setzten eine Reihe von Komponisten dieses Instrument gezielt in ihren Werken ein, so etwa Vaughan Williams in seiner Vierten Sinfonie oder Prokofjew in Romeo und Julia, beide im Jahre 1935 entstanden.

Aus dem Jazz hingegen ist insbesondere das sogenannte "Tenorsax" nicht mehr wegzudenken. Sein gegenüber dem Altsaxophon größerer Tonumfang sowie die besseren Modulationseigenschaften machten es gleichermaßen zu einem hervorragenden Solo- wie Rhythmusinstrument. Insbesondere Musiker wie Coleman Hawkins in den 30er und John Coltrane in den 50er Jahren unseres Jahrhunderts trugen viel zum hohen Stellenwert des Tenorsaxophons in der Welt des Jazz bei. Gerade in Solopassagen zeigt sich dessen enorme Ausdrucksvielfalt, die von gedämpft, samtig, hauchigen bis hin zu kristallklaren, fast schon durchdringend-schneidenden Nuancierungen reicht. Diese Eigenschaften sicherten ihm auch in modernen Tanzmusikensembles sowie in Pop- oder Rockmusik einen Stammplatz. Mit Hilfe bestimmter Blastechniken kann der Saxophonist übrigens eine ganze Reihe wirkungsvoller Zusatzeffekte (vom Brummen bis hin zum jaulenden Kreischen) erzielen.

Der Klang des Saxophons

Das Tenorsaxophon besteht aus einem mit dem der Klarinette verwandten Rohrblattmundstück, einem zylindrischen, S-förmig verlaufenden Rohr sowie der kurz auslaufenden, aufwärts gerichteten Stürze. Dieser Form verdankt das Instrument, gemeinsam mit der nach unten breiter werdenden Rohrform, seine eindrucksvollen Klangeigenschaften. Wie bei der Klarinette werden die Töne mittels eines durch Öffnen und Schließen zu betätigenden Klappensystems erzeugt. Darüber hinaus sind aufgrund der Abmessungen des Instruments noch weitere Hebel, Verlängerungen und sonstige Hilfsmechanismen angebracht, die dem Saxophonisten das Spielen erleichtert.

Ergänzungen

- Obwohl aus Metall bestehend, wird das Saxophon im Orchester aufgrund seines einfachen Rohrblattmundstücks zu den Holzblasinstrumenten gezählt.

Bild Saxophon: © YAMAHA Music Europe GmbH
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