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Die Posaune

Bild Posaune

Die Posaune gehört zu den Blechblasinstrumenten. Von allen heute gebräuchlichen Orchesterinstrumenten hat sie sich seit ihrer Entstehung im 15. Jahrhundert am wenigsten verändert.

Obwohl während des gesamten 16. Jahrhunderts in Europa populär, wurde sie fast ausschließlich in der Kirchenmusik eingesetzt, wo sie die Chorstimmen mit ihrem weichen, runden Klang unterstützte. Diese enge Verbindung zur Kirche verzögerte ihren Einzug in die weltliche Musik.

Die Posaune gehörte schon immer zu den flexibelsten Blechblasinstrumenten. Dank ihres großen Klangspektrums ist sie in Militär- und Tanzkapellen heute ebenso beliebt wie vordem in der Kirchenmusik. Seit Beethoven sie in seiner Fünften Sinfonie einsetze, hat die Posaune eine zentrale Aufgabe im Orchester. Meist gibt es zwei Tenor- und eine Bassposaune. Ihr klarer, reicher Klang kann dem Orchester Volumen und Tiefe verleihen, aber auch gegenüber anderen Instrumenten dominieren.

Als erster setzte im 20. Jahrhundert der Komponist Arnold Schönberg den markanten Glissando-Effekt (Auf- bzw. Abgleiten in der Tonhöhe) bei der Posaune ein. Seitdem ist sie weder aus Jazz, Pop und Klassik, noch aus Militär- und Tanzmusik wegzudenken. Auch humoristische Akzente vermag die Posaune wie kaum ein anderes Instrument zu setzen.

Der Klang der Posaune

Die Posaune besteht aus einem zylindrischen Hauptrohr mit Kesselmundstück auf der einen Seite und einer erweiterten Stürze auf der anderen Seite. Hinzu kommt ein U-förmiger, ausziehbarer Zug. Dieser Zug entspricht den Ventilen anderer Blasinstrumente und dient zur Vergrößerung oder Verkleinerung des Luftvolumens im Inneren des Instruments, wobei entsprechend tiefere bzw. höhere Töne entstehen. Von sieben Positionen aus sind zwei Oktaven Tonumfang zu erreichen. Ein Posaunist kann aber auch ohne Veränderung der Zugstellung, also lediglich durch veränderten Einblasdruck am Mundstück, mehrere Töne erzeugen. Bassposaunen sind zudem oft zur Tieferstimmung mit zusätzlichen Ventilen ausgestattet.

Ergänzungen

- Die Posaune entstand im 15. Jahrhundert aus der Trompete. Die italienische und die englische Bezeichnung "Trombone", also "große Trompete", macht diese Herkunft auch sprachlich deutlich.

- Es gibt Alt-, Tenor- und Bassposaunen. Bei Verdi heißt die Bassposaune Cimbasso.

- Es gibt die Posaune als Zug- und als Ventilposaune. Bei der Ventilposaune hat der ausziehbare Zug eine feste Länge. Diese ist besonders für Kinder mit kurzen Armen geeignet.

Bild Posaune: © Miraphone eG
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