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Die Oboe

Bild Oboe

Die Oboe gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. In ihrer heutigen Ausführung verfügt sie über einen angenehmen Ton bei zweieinhalb Oktaven Umfang. Hauptsächlich wird die Oboe für Solopassagen und kürzere rhythmische Akzentuierungen eingesetzt. Der Oboenton entsteht - fast so wie bei der Klarinette - durch ein Doppelrohrblatt. Das dreiteilige Instrument ist etwa 60 Zentimeter lang. Das Rohrblatt ist im oberen Teil des Instruments eingepasst.

Es gibt zahlreiche Vorläufer der Oboe. Ihr direkter Ahne dürfte jedoch die wegen ihrer klangkräftigen, etwas rauh klingenden Eigenschaften unter anderem in der Militärmusik weitverbreitete Schalmei. Die neuzeitliche, dreiteilige Oboe wurde im 17. Jahrhundert von Jean Hotteterre am französischen Hof entwickelt und ist seitdem - abgesehen von einpaar kleineren Abänderungen zur besseren Bespielbarkeit - kaum verändert. In Frankreich nannte man die Oboe übrigens "hautbois"; man nimmt an, dass ihr heutiger Name phonetisch davon abgeleitet wurde. Auch die Oboe d`amore und das Englischhorn sind eng mit ihr verwandt, jedoch klingen diese weicher, weil sie größer sind und niedriger gestimmt. Gewöhnlich spielen in einem modernen Sinfonieorchester zwei Oboen jeweils getrennt voneinander, manchmal jedoch auch gemeinsam. Ab und an gesellt sich den Holzbläsern bei größeren Werken ein dritter Oboist hinzu, der zudem gegebenenfalls auch das Spielen des Englischhorns übernimmt.

Dank ihres einzigartigen Tones setzt die Oboe im Orchester markante Akzente und ist auch mit Streicherbegleitung mühelos herauszuhören. Bei Vivaldi, Albinoni bis hin zu Richard Strauss stellt die Oboe ihre bemerkenswerte Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Am schönsten klingt die Oboe in den mittleren Registern. Deshalb bewegen sich die bekanntesten Solostellen in diesem Bereich.

Der Klang der Oboe

Der Oboenklang wird durch ein geknicktes, zweigeteiltes Rohrblatt aus Schilfrohr erzeugt. Die beiden Zungen werden fest zusammengebunden und auf dem Schaft befestigt. Dieser ist von einem abdichtenden Korkring umgeben. Das Rohrblatt wird zwischen Lippen und beiden Rohrblattzungen durch den Blasstrom in Schwingungen versetzt. Dadurch wird Luft in das Instrument geführt. Wie bei der Klarinette hängt die Tonhöhe davon ab, wie viele Öffnungen jeweils geschlossen oder geöffnet werden.

Ergänzungen

- Frühre Oboen wurden aus Buchsbaum- oder Rosenkranz gefertigt. Heute wird dafür häufig afrikanisches Hartholz verwendet.

- Ein Oboist brauch relativ wenig Luft, weil die Mundstücköffnung sehr schmal ist. Deswegen sind lange Melodiebögen möglich, die ohne Unterbrechung gespielt werden. Dabei hilft eine Technik, die Kreisatmung. Beim Blasen mit aufgeblähten Wangen wird gleichzeitig durch die Nase eingeatmet.

Bild Oboe: © YAMAHA Music Europe GmbH
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