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Die kleine Trommel

Bild Kleine Trommel

Schon immer waren die Trommeln unter den Musikinstrumenten etwas ganz Besonderes. Wegen ihrer perkussiven Eigenschaften waren sie ideal für jede Art von Feierlichkeiten und Veranstaltungen im Freien. Für das Militär besaß die kleine Trommel - auch Snaredrum oder Schnarrtrommel genannt - nicht nur in Friedenszeiten große Bedeutung: Auf dem Schlachtfeld gab sie die Einsatzsignale, weil ihr durchdringender Klang sogar den Gefechtslärm übertonte.

Auch Komponisten setzten die Trommel ganz gezielt ein, z. B. Haydn, der für seine Sinfonie Nr. 100, die Militärsinfonie, in der Partitur zusätzliche Stimmen für Schlaginstrumente, eben auch für die Trommel, einfügte.

Auch während des 19. und 20. Jahrhunderts wurde die kleine Trommel von Komponisten eingesetzt, wenn es galt, einen "militärischen" Effekt zu erzielen.

In neuerer Zeit bildet die Snaredrum gemeinsam mit anderen Trommeln, Becken sowie sonstigen Perkussionsinstrumenten das sogenannte "Drum-Kit", das aus der Zeit der großen Swing-Bands der 30er und 40er Jahre stammt. Aus der heutigen Rock- und Popmusik von Heavy-Metal über Pop bis zum Reggae ist es nicht mehr wegzudenken. In diesem Musikbereich ist die Snaredrum normalerweise für den "Off-Beat" zuständig. Auffallend ist, dass der Klang der Snaredrum auch bei elektronischen Schlagzeugen so gut wie überhaupt nicht verändert wird.

Bei allen Trommeln ist es besonders wichtig, die exakte Spannung der Felle zu erreichen und zu erhalten. Früher zog man deshalb eine Schnur zwischen dem oberen Schlagfell und dem unteren Resonanzfell ein. Heute verwendet man aber zu diesem Zweck lieber Metallschrauben.

Der Klang der kleinen Trommel

Der Klang der Snaredrum (snare = schnarren) wird von Schnarrsaiten aus gewundenem Draht erzeugt, die quer über das Resonanzfell der Trommel gespannt sind. Beim Schlagen der Trommel geraten diese in Schwingung und schlagen gegen das Fell, wobei ein summendes, "schnarrendes" Geräusch entsteht.

Ergänzungen

- Als Trommeln noch vorwiegend unter freiem Himmel gespielt wurden, lockerten sich bei feuchtem Wetter häufig die Häute, was die Klangqualität stark beeinträchtigte.

- Früher hieß die kleine Trommel auch "Seitentrommel", weil man sie seitlich am Körper trug. Beim Marschieren wurde sie oft mit einem Gürtel an der Hüfte des Spielers befestigt.

Bild Kleine Trommel: © YAMAHA Music Europe GmbH
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