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Die Klarinette

Bild Klarinette

Die Klarinette gehört zu den Instrumenten, die im Jazz und in der Klassik sehr beliebt sind. Als bekannter Jazz-Klarinettist sei Benny Goodman genannt, für die klassische Musik Jack Brymer. Auch in Militärkapellen bildet der warme Ton der Klarinette einen angenehmen Kontrast zu den Blechbläsern. Von vielen Komponisten wird die Klarinette deshalb als Soloinstrument eingesetzt.

Die Klarinette gehört zu den Holzblasinstrumenten. Ihr Name stammt vom italienischen "clarino" (hell). Als erstes einfaches Rohrblattinstrument verfügte die Klarinette über einen Tonumfang von mehr als drei Oktaven. Zu ihren Vorläufern gehört auch der Dudelsack. Entwickelt hat sie sich aus dem blockflötenähnlichen Chalumeau, ebenfalls einem Instrument mit einem einfachen Rohrblatt. Die Familie der Klarinette umfasst unter anderem die Sopran-, Alt-, Bassett-, Bass- und Kontrabassklarinette. Heutzutage werden zur Herstellung dieses Instruments statt Holz auch Kunststoffe verwendet. Erfunden wurde die Klarinette um 1609 von dem deutschen Flötenbauer Johann Denner. Die heute übliche Klarinette entwickelte sich jedoch erst im 19. Jahrhundert. Die Klarinette ist ein sogenanntes "transponierendes" Instrument, das hießt, sie wird in der Partitur in anderer Tonhöhe notiert, als sie tatsächlich erklingt. Die Töne der Klarinette sind demnach einen bis eineinhalb Ganztöne tiefer als notiert zu hören. In dem tieferen ihrer beiden Register erzeugt die Klarinette dunkle und sonore, in dem höheren helle, klare Klänge. Da die beiden Register einen großen Tonumfang aufweisen, bietet sich das Spielen langer, schwungvoller Tonfolgen geradezu an. Besonders geschätzt sind die perlenden Arpeggios der Klarinette. Dabei klingen die Töne eines Akkords harfenartig kurz nacheinander.

Der Klang der Klarinette

Wenn der Klarinettist Luft in das Mundstück bläst, wird ein flaches, auf die Unterseite des Mundstücks geschraubtes Blättchen - Das Rohrblatt - in Schwingungen versetzt. Die Lippen sind beim Spielen polsternd über die Zähne gezogen. Mit verändertem Lippendruck können die Schwingungen des Rohrblattes verändert werden. Die Luft streicht durch die zylindrische Röhre der Klarinette. Dabei wird der Ton verstärkt. Die Tonhöhe wird durch Schließen bzw. Offenhalten bestimmter Öffnungen verändert.

Ergänzungen

- Die ersten Klarinetten wurden als Ersatz für hohe Trompetentöne eingesetzt, die sehr schwer zu spielen waren.

- Einige frühe, kostbar verzierte Klarinetten wurden aus Elfenbein gefertigt.

- Der erste Komponist, der die Klarinetten in einer Sinfonie einsetzte, war Mozart. Er hielt sie für das der menschlichen Stimme am ähnlichsten klingende Instrument.

Bild Klarinette: © YAMAHA Music Europe GmbH
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