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Die Becken

Bild Marschbecken

Die Becken zählen zu den ältesten Instrumenten überhaupt. Schon in der Bibel wurden sie erwähnt. Von Anfang an erklangen sie bei rituellen Handlungen, in Kriegen ebenso wie später im Theater oder im Sinfonieorchester.

Becken können in einer Vielzahl von Formen, Größen und Klangfarben hergestellt werden. Die heutigen Orchesterbecken haben einen Durchmesser von ungefähr 35 cm, während der Gong der chinesischen Oper einen Durchmesser von bis zu 60 cm haben kann und die besonders winzigen Fingerbecken einen Radius von nur 2,5 cm besitzen. Auch die Metalllegierungen, aus denen Becken hergestellt werden, variieren. Traditionelle Materialien sind Kupfer, Messing oder Bronze, für die besonders kleinen und klar klingenden Fingerbecken auch Silber. Orchesterbecken bestehen aus einer Bronzelegierung, die zu 80 Prozent aus Kupfer und zu 20 Prozent aus Zinn hergestellt wird. Die besten Instrumente kommen aus der Türkei; die exakte Legierung gehört dort zu den bestgehüteten Geheimnissen.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als Berlioz manchmal bis zu vier Paar Becken einsetzte, haben sie ihren festen Platz unter den Instrumenten eines Sinfonieorchesters. Becken werden im allgemeinen an Lederschlaufen gehalten und bei einem besonders spektakulären Höhepunkt laut gegeneinandergeschlagen, was dem Orchesterklang einen einzigartigen strahlenden Effekt verleiht. Soll der Ton andauern, werden sie hoch in die Luft gehalten, sonst "dämpft" der Musiker ihren Klang, indem er sie gegen den Körper drückt.

Auch das Schlagzeug im Pop und Jazz kommt ohne Becken nicht aus. Auf den mit Trommelstöcken gespielten "hängenden" Becken schlägt man einen eher schallenden Rhythmus, kleinere Becken für besondere Klangeffekte sind unter anderem mit Messingnieten versehen, die beim Anschlag vibrieren.

Der Klang der Becken

Obwohl moderne Orchesterbecken nicht auf einen ganz bestimmten Ton gestimmt sind, werden sie mit größter Sorgfalt hergestellt, damit ihr Klang dem Ohr so angenehm wie möglich ist. Bei genauer Betrachtung erkennt man einen Reihe konzentrischer Ringe, die in die Ober- und Unterseite bis zu Mittelpunkt der Becken eingeritzt sind. Sie steuern und kontrollieren die beim Spiel erzeugten Vibrationen, die wiederum die Klangqualität des Instrumentes erhöhen. Es gibt verschieden Ausführungen: "Französische Becken" sind besonders dünn. Sie klingen voller und tiefer, aber nach dem Anschlag schnell ab. Die dickeren "Wiener Becken" klingen heller und länger, weil es länger dauert, bis das schwingende Metall zur Ruhe kommt. "Deutsche Becken" sind besonders hell, mit einem langen Klang.

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