Kostüme

Viele tapfere Schneiderlein sorgen dafür, dass die Darsteller nicht unbekleidet auf der Bühne stehen. Zu jedem Stück wird zunächst recherchiert, wie die Menschen in den verschiedenen Epochen gekleidet waren, welche Stoffe verwendet wurden und welche Farben en vogue waren. Das Internet, Filme aus der Zeit, Zeichnungen und Bücher dienen als Basis für die Kostümentwürfe des Komitees. Auf Flohmärkten, im Internet oder auf den Dachböden von Großeltern finden sich auch oft wunderbare Einzelstücke. Bei den Stücken "Dracula" und "Eine Geschichte aus zwei Städten" hatte das FME sogar tatkräftige Unterstützung von der Modeschule Münster, deren Studenten atemberaubende Kleidungsstücke zauberten. In diesem Jahr wurde die Komiteeleitung dann schließlich von einem Absolventen der Modeschule übernommen, der das Team mit seiner Kreativität und seinem handwerklichen Geschick seither bereichert. Mittlerweile verfügt das FME über einen beachtlichen Fundus von insgesamt ca. 2000 Kostümteilen.

Matthias Betke

Matthias wurde im Januar des Jahres 1990 in Hamm geboren, ist dort aufgewachsen, zur Schule gegangen und wohnt immernoch dort. Eine Verbindung zu Münster fand er mit dem Beginn seines Studiums an der hier ansäßigen Schule für Modemacher. Im Januar 2014 beendete er das Studium erfolgreich als Produktmanager für Modedesign und Bekleidung.

Schon früh zeigte sich in Matthias eine nahezu grenzenlose Kreativität, die besonderen Ausdruck in einem Hang zu Modepuppen und Kostümfilmen fand. Erste praktische Erfahrungen sammelte er mit seinem Großvater und seiner Mutter, beide tätig in der Bekleidungsbranche, schon mit sechs Jahren an einer Industrienähmaschine. Während der Oberstufe spielte er leidenschaftlich gern Theater, wodurch so manche Note im Abitur etwas litt. Neben dem Drehbuch und der Regie war er auch hier für die Kostüme verantwortlich.

Im Rahmen eines Projektes an der Modeschule fertigte Matthias erste Kostüme für das FME, was ihn dermaßen begeisterte, dass er später gern die Leitung des Komitees Kostüme übernahm. Mit der Einstellung, dass Kostüme stumme Darsteller sind, liegt es ihm besonders am Herzen, dass jedes Kostüm auch seine eigene kleine Geschichte erzählt.

Viktoria Schmitz

Viktoria wurde 1991 in Ibbenbüren geboren und ist auch dort aufgewachsen. Nach dem Abitur zog sie nach Münster, um Mathematik und Biologie auf Lehramt zu studieren. Schon früh reichten ihre beiden Schwestern ihr als pädagogische Versuchsobjekte nicht mehr aus, sodass sie ihre Leidenschaft für's Unterrichten erst an Nachhilfeschülern und mittlerweile auch an den Nähanfänger im Komitee Kostüme auslebt.

Während ihrer Schulzeit hat Viktoria sich in unterschiedlichen Bereichen musikalisch betätigt – vorrangig am Cello und im Orchester, aber auch in Chören oder beim Tanzen. Neben dem Studium spielte sie zunächst in einem Studentenorchester, wo sie von Freunden eingeladen wurde, im Orchester des FME zu spielen.

Nachdem Viktoria die Projekte 2011 und 2012 im Orchester vor der Bühne mitgewirkt hat, kam 2013 der Sprung auf die Bühne. Schon während ihrer Orchesterzeit war sie fasziniert von den aufwändigen Kostümen und dem Können der Kostümbildner. Sie unternahm daraufhin erste Nähversuche mit einer alten Nähmaschine und Online-Videoanleitungen. Als sie sich einem Komitee anschloss, fiel die Wahl selbstverständlich auf das Komitee Kostüme. Seitdem konnte sie viel nähpraktische Expertise erlangen und immer mehr Aufgaben übernehmen. Besonders in durchgenähten Nächten gewann sie viel Freude an der Teamleistung, durch die jedes Projekt von Neuem mit liebevollen Kostümen ausgestattet wird. Seit diesem Jahr unterstützt sie Matthias Betke durch die organisatorische Leitung des Komitees.