Imagine This

2016

Besuch von Shuki Levy

Seit dem 28. Oktober spielen wir das Musical „Imagine This“ mit der Musik des amerikanisch-israelischen Komponisten Shuki Levy. Uns wird nun eine besondere Ehre zuteil: Levy wird selbst aus den USA anreisen und sich die Vorstellung am 11. November ansehen. Grund für seinen Besuch ist die historische Bedeutsamkeit der Erstaufführung dieses Stückes in Deutschland. 

Bei seinem Besuch wird Shuki Levy nicht nur von seiner Frau Tori, sondern auch von einer zehnköpfigen Delegation aus Kanada und Israel begleitet, darunter Rami Kleinman (Vorsitzender der Albert Einstein Stiftung, Kanada), Yigal Amedi (Vorsitzender des Nationalen Rates für Kunst und Kultur, Israel), Yigal Molad Hayo (Holocaust Stiftung, Israel), Doron Eran (Israelischer Regisseur und Produzent, Israel) und  Eitan Campbell (Leiter des Masada Nationalparks, Israel). Außerdem werden auch Moshe Kepten und Odelia Levi, die Leiter des israelischen Nationaltheaters in Tel Aviv, unter den Gästen sein, da sie „Imagine This“ im Jahr 2017 ebenfalls auf die Bühne bringen wollen.

Sicherheitsmaßnahmen

Selbstverständlich liegt uns das Wohl und die Sicherheit all unserer Gäste in jeder Aufführung am Herzen. Aufgrund der doch sehr außerordentlichen Gästeliste des heutigen Abends sind wir jedoch zusätzlich an gewisse Sicherheitsauflagen gebunden.

Wir bitten an dieser Stelle höflichst um Ihr Verständnis, falls es beim Einlass in das Gebäude oder in den Aufführungssaal zu Verzögerungen kommt. Diese mögen daraus resultieren, dass wir neben einem Blick auf Ihre Eintrittskarte auch einen Blick auf Ihren Personalausweis erbitten oder dass Taschenkontrollen durchgeführt werden. Zudem werden Sie sicher verstehen, dass zur Vorbeugung jeglicher Zwischenfälle die örtliche Polizei auf dem Gelände Präsenz zeigen wird.

Für einen schnelleren Ablauf empfehlen wir, nicht benötigte Taschen und Rucksäcke möglichst zu Hause oder im Auto zu lassen.

Es ist uns ein besonderes Anliegen und wir versuchen unser Möglichstes, dass die speziellen Sicherheitsvorkehrungen den Ablauf des Abends nicht wesentlich beeinträchtigen, und der Abend für alle Besucher ein unvergessliches Ereignis wird. Dennoch sind wir in jedem Fall auf Ihre Nachsicht, Ihr Entgegenkommen und Ihre Mithilfe angewiesen.

Für Ihr Verständnis bedanken wir uns sehr herzlich!

Hintergrund

Für Levy ist die Musik die Sprache der Seele und als Komponist möchte er mit seiner Musik die unzähligen weltweiten Opfer von Gewalt und Verfolgung würdigen und an sie erinnern. Die große Hingabe und das Herzblut, mit denen das Freie Musical-Ensemble sein Stück auf die Bühne bringt, rühren ihn sehr und er ist dankbar, dass die Botschaft seiner Komposition weitergegeben wird.

Levy wurde 1947 in Palästina geboren. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er zunächst als Sänger und trat in verschiedenen Clubs in Tel Aviv auf. In den 1970er Jahren erzielte er im Duett mit Aviva Paz mit dem Song „Signorina – Concertina“ einen europaweiten Hit. In den 1980er Jahren wurde er bekannt für seine Kompositionen für Kinderserien wie Inspector Gadget, MASK, Dragon Quest, He-Man oder She-Ra. Er schrieb außerdem Episoden verschiedener Fernsehsendungen und führte Regie bei mehreren Filmen.

Zurzeit lebt Levy in den USA und entwickelt eine Fernsehserie namens “FuzzBunz”, eine animiertes Pop-Musical für Kinder. Nebenbei ist er auch in weiteren Fernseh- und Filmprojekten involviert. Mit seiner Frau Tori gründete er zudem die Albert Einstein Stiftung und baut momentan ein Einstein-Archiv und -Besucherzentrum in Jerusalem. 

Der Grundstein für „Imagine This“ wurde schon in seiner Kindheit gelegt: Bei seinem ersten Besuch der Masada Gedenkstätte fühlte er eine starke Verbindung zu der Geschichte der Felsenfestung, bei deren Belagerung durch die Römer 960 Juden sich lieber das Leben nahmen als in Gefangenschaft zu leben. Diese Tat machte Masada bis heute zum Symbol des jüdischen Freiheitswillens. Levy kam irgendwann der Gedanke, ein Bühnenstück über die Belagerung in Masada zu verfassen. Autor Glenn Behrenbeim, dem Levy seine Idee und seine Musik vorstellte, lehnte es jedoch zunächst ab, diese Geschichte und insbesondere deren tragisches Ende – dem Massensuizid der Juden – zu Papier zu bringen. Schließlich entschieden sie sich, die Geschichte als Stück-im-Stück in einem Musical über Schauspieler im Warschauer Ghetto einzubetten. „Es ging plötzlich nicht mehr nur um Roben und Sandalen, sondern vielmehr um den metaphorischen Wert der Geschichte“, sagte Behrenbeim in einem Interview der Times. David Goldsmith erkannte die Chance, eine Geschichte von Bedeutung zu inszenieren und schloss sich dem Team an.

„Imagine This“ verdeutlicht durch die parallele Darstellung der Geschehnisse im Warschauer Ghetto und in Masada, dass sich Krieg, Verfolgung, Machtgier und Völkerhass nicht an Jahreszahlen festmachen lassen, sondern in der Geschichte der Menschheit immer wieder auftreten und eigentlich allgegenwärtig sind.