LEG-Verkauf: Mieter verunsichert und in Angst
MÜNSTER Seit vorgestern steht das Telefon von Ulla Fahle nicht mehr still. Ununterbrochen rufen Mieter der 6000 an einen US-Immobilienfonds verkauften Wohnungen beim Mieterschutzverein Münster an.
„Sie alle haben Angst“, sagt die Vorsitzende – und kann den besorgten Münsteranern erstmal nur raten: Ruhe bewahren und sich informieren. Für die nächsten Wochen plant der Verein Informationsveranstaltungen und Beratungen für die betroffenen Mieter. „Dass diese verunsichert sind, ist verständlich“, sagt sie. Wie sich der Verkauf auf den einzelnen Mieter und den Wohnungsmarkt insgesamt ausgewirkt, könne auch sie noch nicht abzuschätzen. Klar sei: „Wir müssen den Fortgang unbedingt kritisch begleiten.“
„Ganz bitter“
Fahle bezeichnet diesen Verkauf als „ganz bitter“: Wenn Unternehmen einen so großen Bestand an Wohnungen kauften, seien sie zunächst nur mal an hoher Rendite interessiert. „Das spielt bei lokalen Wohnungsgesellschaften natürlich auch eine Rolle, aber bei ihnen ist die Verantwortung gegenüber der Region größer.“ Sie seien mit der Stadt verankert, fühlten sich mit ihren Mietern verbunden und seien sich einer gewissen Verantwortung bewusst. „Bei den großen Unternehmen fehlt es häufig an Nähe“, sagt Fahle. Verantwortliche Entscheidungsträger fehlten vor Ort.
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Staat und Politik seien gefragt, da sind sich Marschall und Fahle einig. Auf die Sozialcharta blind zu vertrauen, hält der Mieterschutzverein für falsch. „Es sind zu viele Fragen offen und Details ungeklärt“, sagt Fahle. ...
vollständiger Artikel der Münsterschen Zeitung |