Leistungen arrow Mietrecht arrow Presse arrow Drei Fragen an Ulla Fahle, Vorsitzende des münsterschen Mieterschutzvereins
Drei Fragen an Ulla Fahle, Vorsitzende des münsterschen Mieterschutzvereins

Zum Sanierungsstau in der Kinderhauser Schleife veröffentlichte die  Münstersche Zeitung am 13.06.09 ein Kurzinterview mit Ulla Fahle vom Mieter/innen-Schutzverein in Münster:

MZ: Glauben Sie den Versprechungen, dass die Übernahme durch GPT [General Prosperty Trust]  keine Auswirkungen auf die Mieter hat?

Fahle: Ich fürchte, dass es jetzt sogar noch schlimmer kommt. Nach meinen Recherchen steckt GPT ebenfalls in großen Schwierigkeiten und will sich aus dem Immobiliengeschäft in Europa zurückziehen. Es gibt also keinen Grund, darauf zu vertrauen, dass die bisher gemachten Zusagen für die Kinderhauser Bestände eingehalten werden. Es wäre natürlich schön, 

wenn uns GPT eines Besseren belehren würde.

MZ: Was sollten die Mieter, was sollte die Stadt jetzt tun?

Fahle: Es wäre vielleicht an der Zeit, die rechtlichen Möglichkeiten auszuloten. Man sollte zum Beispiel prüfen, ob es möglich ist, die Mieten ab jetzt auf ein Sonderkonto zu zahlen. Und dieses Konto so lange zu sperren, bis man weiß, dass unter der neuen Regie alles vernünftig läuft.

MZ: Gibt die Entwicklung endgültig denen Recht, die schon beim Verkauf 2005 vor Heuschrecken gewarnt hatten?

Fahle: Sie zeigt nur erneut, dass solche Wohnungen in den Fängen von Finanzanlegern nichts zu suchen haben. Denn die interessieren sich nicht für die Anliegen der Mieter, des Stadtteils oder der Stadt, sondern nur dafür, dass ihre Rendite stimmt.
 
 
< Zurück   Weiter >