Studie zum Bürgerfunk wird vorgestellt
Knapp einer Jahr nach ihrer Fertigstellung wird die sogenannte "Volpers Studie", eine Evaluation des Bürgerfunks in NRW, nun endlich veröffentlicht. Am 15. Februar wird die Studie in der Landeanstalt für Medien NRW durch Prof. Dr. Helmut Volpers vom Institut für Medienforschung Göttingen und Dr. Jürgen Brautmeier,den stellvertretenden LfM-Direktor, präsentiert. Dazu gibts dann auch gleich das Werk in Buchform.
Die Studie basiert auf Datenmaterial aus einer Programmanalyse von jeweils zwei Wochen Bürgerfunk in 30 Verbreitungsgebieten sowie einer Befragung von Bürgerfunkern und Mitarbeitern von Radiowerkstätten. Einige Ergebnisse wurden bereits auf der letztjährigen Fachtagung "Diskurs Bürgermedien" in Hattingen vorgestellt. Der ermittelte Wort-Musikanteil lag im Untersuchungszeitraum bei 30:70 - ein Verhältnis, so Volpers, das dem einer öffentlich-rechtlichen Servicewelle entspreche. Mit zahlreichen Tabellen und Grafiken präsentierte er ein überaus vielschichtiges Bild des Bürgerfunks in NRW: In vielen Facetten ein akzeptables Qualitätsprodukt, stellenweise aber auch mit nicht gewollten Ausprägungen. Insgesamt sei der Bürgerfunk aber besser als sein Ruf, so Volpers. Hervorzuheben sei unter anderem, dass im Bürgerfunk zu fast der Hälfte „Normalbürger” zu Wort kämen. Der Bürgerfunk erfülle damit eine doppelte Beteiligungsfunktion: Zum einen dadurch, dass Bürger als programmverantwortliche Radiomacher aktiv werden können, zum zweiten, indem diese ehrenamtlich Engagierten wiederum „Normalbürger” zu Wort kommen lassen.
Quellen: www.lfm-nrw.de, www.lbf-nrw.de
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