Gerade in Gedichten spielen Bilder eine große Rolle. Eine Aussage wird nicht direkt, sondern indirekt, durch ein Bild gemacht, um dem Leser eine bessere Vorstellungskraft von dem Gemeinten zu geben.
Bilder können aus einem einzigen Wort oder eine Wortgruppe bestehen, sie sind manchmal aber auch auf eine ganze Situation ausgedehnt.
Formen bildlicher Ausdrucksweise sind vor allem
Metapher (griech.
Übertragung): Metaphern können Nomen, Adjektive oder
Verben sein,
ich küsste ihren Rosenmund
ein rosenfarbenes Frühlingswetter
das Grammophon kräht
Vergleich:
Dabei wird etwas direkt mit etwas anderem verglichen ("Das
Wasser glänzte wie Gold").
Der Vergleich wird meistens durch eine der folgenden Wendungen
eingeführt: wie, als ob, als wenn, gleich, ...
Personifikation: Sie ist eine Sonderform der Metapher. Gegenständen, Pflanzen, Tieren oder Naturerscheinungen werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben, z.B. der Winter schläft, Ein paar Laternen gehen zu Besuch
Symbol: Eine abstrakte Idee (z.B. Liebe, Treue , Frieden) wird durch etwas Konkretes ausgedrückt (z.B. Herz, Ringe, Taube)
Farbsymbole: Manchmal ,malt' der Dichter geradezu ein sprachliches Bild, indem er Farben benutzt, um Stimmungen zu erzeugen oder wiederzugeben ("am grauen Strand, am grauen Meer")
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Um die Bedeutung eines Bildes zu verstehen, macht man in der Regel (bewusst oder unbewusst) drei Schritte: 1. man identifiziert das Bild (Was ist ein Kranich/ eine Rose? Welche Eigenschaften hat er/sie? Wo kommt er/sie vor? Wann/ unter welchen Umständen erlebt man ihn/sie? Wozu kann man ihn/ sie gebrauchen? etc. 2. man überlegt, welche Eigenschaften, Besonderheiten dem Bild in diesem Gedicht zugeschrieben werden. Passt dies genau in die Vorstellung, die jeder davon hat? Werden bestimmte Besonderheiten ausgewählt? Verändert der Autor etwas an dem gewohnten Bild? 3. man überträgt das Bild auf
die eigentliche Situation. Wie können Kraniche etwas über
Liebende |
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Arbeitsauftrag: Suche aus der ersten Strophe Farbsymbole heraus, die bildhaft die Stadt beschreiben, trage diese Textstellen in die linke Spalte der Tabelle ein und erkläre diese Textstellen in der rechten Spalte. |
Am grauen Strand, am grauen
Meer
Und seitab liegt die Stadt
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig durch die Stadt.
| Suche in der 2. Strophe Klangsymbole heraus, trage die Textstellen in die linke Spalte ein, erkläre ihr Bedeutung in der rechten. |
Es rauscht kein Wald, es schlägt
im Mai
Kein Vogel ohn Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras
| Suche in der 3. Strophe Hinweise heraus, die verdeutlichen, welche persönliche Beziehung der Sprecher zu der Stadt hat. Trage die Textstellen in die rechte Spalte ein und erläutere sie in der linken. |
Doch hängt mein ganzes
Herz an dir,
du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer
Arbeite nun weiter mit der Seite Reim und Metrum!
Den Schluss bildet dann die
Seite Interpretation.