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Das Schachspiel hat seine Ursprünge im Orient. Die Fama erzählt eine Geschichte von einem Weisen namens Sessa Ebn Daher der das Schachspiel für seinen oft unter Schwermut und langeweile leidenden Herrscher Shehram erfunden habe. Dieser, so die Erzählung sei begeistert gewesen, daß er seinem Minister die Erfüllung eines Wunsches gewährte. Und der Weise soll lächelnd auf ein Schachbrett gewiesen haben, er bitte um nichts weiter als darum, daß ihm auf das erste Feld des Schachbretts ein Weizenkorn gelegt werde, auf das zweite deren zwei, auf das dritte vier und sofort, immer auf das nächste doppelt soviel wie auf das vorige. König Shehram, der unvorstellbare Reichtümer sein eigen nannte, soll über diesen nach seiner Meinung allzu bescheidenen Wunsch recht ungehalten gewesen sein, weil er seiner Gnade nicht entsprechend zu sein schien. Sessa Ebn Daher aber bedeutete ihm, er solle zunächst einmal von den Hofmathematikern ausrechnen lassen, wieviel Weizen er zu beanspruchen habe. Das geschah, und da hatten die Rechenkünstler des Landes nach langen, harten Berechnungen feststellen müssen, daß König Shehram mit all seinem Reichtum nicht in der Lage war, den Wunsch des Weisen zu erfüllen, denn es ergab sich bei dieser progressiven Rechnung eine Endzahl von 18 446 744 073 709 555 615 Weizenkörnern, also über 18 Trillionen. Und soviel Weizen würde die ganze Erdoberfläche einschließlich der Meere und der Polargebiete Vielleicht in zehn Jahren hervorbringen können, wenn sie ausschließlich mit Weizen bebaut wäre.
Die Ursprünge des Schachspiels des Schachspiels
Über die Entstehung des Spiels gibt es zahlreiche Legenden, die aber nur einen geringfügigen geschichtlichen Gehalt aufweisen. Erstmals erwähnt wird das Schachspiel in der Sanskrit-Literatur gegen Mitte des 7. Jh.s. Die indische Geschichte und Ausgrabungen in Afrasiab lassen darauf schließen, daß das Schachspiel als Tschaturanga etwa im zweiten Drittel des 6. Jh.s entstanden sein könnte.Die Entstehung des Schachspiels außerhalb des indischen Subkontinents scheint unwahrscheinlich, vielmehr wird es sich von Indien aus in benachbarte Länder ausgebreitet haben. Von dort aus breitete sich das Spiel über Handelswege in andere Länder aus und wurde dabei teilweise wie z.B. in China modifiziert. Uns, also Mittel- und Westeuropa, erreichte das Schachspiel im 11. Jh. . Zwischen dem 13. Jh. und dem 16.Jh. kam es zueinigen Regeländerungen, die das Schachspiel immer populärer machten.Mit dem Aufkommen der ersten Schachbücher begann eine ganz neue Epoche. Ende des 15. Jahrhunderts erschienen von Lucena und Vicent die ersten Lehrwerke mit einfachen strategischen Elementen.