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Schweinezüchtung und ihre Nachteile |
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Der Wunsch vieler Verbraucher ist es,
möglichst mageres Fleisch, mit sehr gutem Geschmack kaufen
zu können. Dieser Wunsch konnte durch gezielte Züchtung
erfüllt werden. Dabei entwickelte sich aus dem Weideschwein
über das Speckschwein das heutige Magerschwein, das zwei
Rippen mehr besitzt als die beiden anderen Arten. Dazu kommt,
daß sich bei dieser Züchtung der Rückenspeck zugunsten
des Fleischanteils um die Hälfte gesenkt hat und somit mehr
Schinken erzeugt werden konnte. Außerdem gelang es, die
Schlachtreife von 5 Jahren auf 175 Tage nach der Geburt zu senken.
Eine weitere Veränderung besteht darin, daß die Sauen
heute zweimal im Jahr jeweils neun bis zehn Ferkel werfen und
großziehen, die dann wiederum nur neun Monate später
selbst als Muttertiere in der Zucht eingesetzt werden können.
Diese, vom Menschen durch jahrelange Forschung herbeigeführten
Veränderungen bringen für das Schwein viele Nachteile.
Da ihr Körper länger und schwerer geworden sind, haben
sie oftmals mit Erkrankungen der überlasteten Gelenke zu
kämpfen und reagieren sehr anfällig auf Streß,
was häufig zu einem Herzstillstand führt. Solche Tiere
werden in der Fachsprache auch als "Streßschweine"
bezeichnet, welche nur noch mageres Fleisch besitzen, welches
an Fleischqualität deutlich verloren hat. Dieses Fleisch
wir auch PSE-Fleisch genannt.
Ein weiteres Problem für die Tiere sind Tiertransporte
über weite Entfernungen. Die Ursache hierfür liegt in
der ungünstigen Verteilung der Zuchtbetriebe und Schlachtanlagen.
So werden laut Statistik jährlich 2 Mio. Schweine aus den
Niederlanden nach Italien und Spanien sowie 1,25 Mio Schafe aus
Großbritannien nach Belgien und Frankreich. Da ihre Körper
länger und schwerer geworden sind, haben sie oftmals mit
Erkrankungen der überlasteten Gelenke zu kämpfen und
reagieren sehr anfällig auf Stress, was häufig zu einem
Herzstillstand führt. Solche Tiere werden in der Fachsprache
auch als "Stressschweine" bezeichnet, welche nur noch
mageres Fleisch besitzen, das an Fleischqualität deutlich
verloren hat. Dieses Fleisch wir auch PSE-Fleisch genannt. Die
Trennung von Artgenossen, das stressige Be- und Entladen und die
eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit sind zusätzliche
Stressfaktoren für die Tiere, was zu einer Mortalitätsrate
von 10 % der Tiere (bei extremer Hitze oder Kälte sogar 20
%) führt.
Oft besitzen die Viehtransporter weder Tränkemöglichkeiten
noch hygienische Anlagen. Die Tiere dürfen während der
Fahrt nicht ins Freie. Aus diesem Grund fordern Tierschützer,
daß die Tiere nur noch bis zum nächstgelegenen Schlachthof
transportiert werden dürfen. Angestrebt wird damit eine Höchsttransportzeit
von 4 Stunden.
Leider werden in der Schweinezüchtung Medikamente angewandt, die als sogenannte Wachstumsbeschleuniger und Leistungsförderer bezeichnet werden. Dies sind jedoch keinesfalls die einzigen Medikamente, die den Schweinen zugeführt werden. Da das Fleisch möglichst preiswert sein soll, müssen die Züchter ihre Schweine nach den Grundsätzen eines Industriebetriebes großziehen. Um die Erkrankung eines Tieres und die somit vorhandene Übertragungsgefahr auf den gesamten Bestand zu reduzieren, müssen die Schweine prophylaktisch gegen Infektionskrankheiten geschützt werden. Dies erspart den Züchtern größeren Aufwand für Hygiene und hat einen höchst praktischen Nebeneffekt: Die verabreichten Antibiotika bewirken eine bessere Futterverwertung, was die Kosten für die Züchter im Hinblick auf die Futtermittelbschaffung enorm senkt. In der BRD werden laut Expertenmeinung ca. 1.500 t Antibiotika jährlich in der Tiermast verfüttert. Knapp 2/3 der legal an die Schweine verfütterten Antibiotika gehen durch Ausscheidung praktisch unverändert in die großen Gülleauffanglager, von wo aus sie über die Jauchefässer auf den Feldern verrieselt werden, was einen enormen Schaden für das Grundwasser anrichten kann. Bakterielle Krankheitserreger können so resistent gegen etliche Arzneimittel werden. Diese Resistenz macht den Krankheitserreger dann nicht nur immun gegen das spezielle Tierantibiotikum , sondern auch gegen sämtliche andere Antibiotika die sich in ihrer chemischen Struktur ähneln. Trauriges Beispiel hierfür ist der Tod einer Frau in Dänemark vor 2 Jahren. Sie starb an einem Salmonellentyp, der gegen mindestens 5 verschiedene Antibiotika resistent war.
Weitere verwendete Medikamente zur Ruhigstellung der Tiere sind Psychopharmaka. Dies wird meist durch die Zugabe von Valium und Librium erreicht. Bei schwer transportierbaren Tieren werden sedierende Neuroleptika eingesetzt. Der Einsatz dieser Medikamente ist vom Gesetzgeber jedoch verboten. Betablocker sollen einen Herztod beim Transport der Tiere verhindern und Streßhormaone hemmen, die die Fleischqualität mindern würden. Thyreostatika bewirken eine bessere Einlagerung von Fett bei gleicher Nahrungsmenge. Dadurch nehmen die Tiere bis zu 100 % schneller zu. Diese Substanzen können bei den Menschen Allergie, Trägheit, Antriebsschwäche und Gefühlsarmut hervorrufen. Auch vor Sexualhormonen macht die moderne Züchtung nicht Halt. So werden jungen Kälbern Östrogene zugefügt, die ebenfalls zur besserer Fleischproduktion verhelfen. Meistens werden bei den Tieren synthetisch hergestellte Wirkstoffe wie z. B. das DES welches 100mal stärker ist als das natürliche Östrogen. DES ist erwiesenermaßen beim Menschen als stark krebserregend einzustufen. Es kann Mißbildungen an den Geschlechtsorganen hervorrufen. Beim Verzehr eines solchen Fleisches, können Menschen durch Hormonstörungen gegengeschlechtliche Veränderungen erfahren.
(Thomas + Co.)