Anmerkungen zum Tetraeder-Ring

didaktische Anmerkungen

Zeitbedarf: zwei Unterrichtsstunden, wenn das Anmalen zwischendurch eine Hausaufgabe ist

Die Schlange eignet sich gut als Anwendung für das Zeichnen orthogonaler Geraden. Die Schwierigkeit besteht für Schüler darin, auf dem DIN-A3-Blatt ein 36 cm langes und 15 cm breites Rechteck zu zeichnen, das in 6 cm breite Streifen eingeteilt ist. Da die Oberkante des Geodreiecks nicht lang genug ist, muss jede Linie verlängert werden. Auf dem Blatt muss rechts neben dem Rechteck noch Platz für die Klebelaschen bleiben.

Für die spätere Figur ist es sehr wichtig, dass alle Linien exakt gezeichnet und nach dem Anmalen auch exakt geknickt werden. Die kurzen lotrechten Linien werden als Talfalten geknickt, die anderen Linien als Bergfalten. Jede Falte soll nach dem Knicken noch mit dem Daumennagel nachgezogen werden, damit nachher das Zusammenfalten leichter klappt. Nach jedem Falten wird das Papier wieder flach ausgebreitet.

Das Zusammenkleben zu einer Schlange bereitet keine Schwierigkeiten, wenn man daran denkt, dass aus den vier verschiedenfarbigen Dreiecken jedes Streifens ein unregelmäßiger Tetraeder werden soll. Die Schlange wird zum Schluss zu einem Ring zusammengeklebt, der durch das Zentrum gedreht werden kann.

 

thematische Anmerkungen

Die dreidimensionalen Ringe aus mehreren kongruenten Tetraedern heißen Kaleidozyklen. Der Name entstammt dem Griechischen: kalós (schön), eidos (Gestalt) und kyklos (Ring). Für einen geschlossenen Ring braucht man mindestens 6 Tetraeder. Man kann aber auch 8, 10 oder mehr Tetraeder zu einem Ring zusammenkleben. In vielen Fällen wird der Ring innen offen bleiben. Die Firma Triamant in Ch 4622 Egerkingen verkauft einen 16-teiligen Kaleidozyklus, der zu einer Doppelpyramide zusammengesetzt werden kann.

Auch aus 8 Tetraedern kann man leicht einen Ring bauen, der innen aneinander stößt und durch sein Zentrum gedreht werden kann.
Dazu zeichnet man ein 40 cm langes und 17,5 cm breites Rechteck, das man in acht 5 cm breite Streifen einteilt. Die lotrechten Linien werden jetzt in zwei 7 cm lange und eine 3,5 cm lange Strecke aufgeteilt. Alles weitere wird wie beim sechsteiligen Kaleidozyklus gemacht.
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Literatur:
Schattschneider, Doris und Wallace Walker: M.C. Escher Kaleidozyklen, Benedikt Taschen Verlag 1992

Übersicht Rolf Langer, Gymnasium St.Mauritz, Münster Bauanleitung