ägyptische Multiplikation

Im Jahre 1858 kaufte der englische Archäologe A.H. Rhind in Luxor ein aus zwei Stücken bestehendes Papyrus. Erst einige Jahrzehnte später stellte sich heraus, dass das dritte, fehlende Mittelstück sich in einem New Yorker Museum befand. Zusammen hat das Dokument eine Länge von 5,25 m und eine Breite von 33 cm. Es wurde rund 1700 Jahre vor Christi Geburt geschrieben und enthält viele Mathematikaufgaben. Heute heißt dieses Schriftstück Papyrus Rhind.

Im Papyrus Rhind wird die Multiplikationsaufgabe 13 . 12 = 156 folgendermaßen gerechnet:

Erklärung:

Man schrieb eine Folge von Zweierpotenzen untereinander und jeweils in die gleiche Reihe den zweiten Faktor, beginnend mit der 12. Auch dieser zweite Faktor wurde jeweils verdoppelt. Dann suchte man in der ersten Spalte die Zweierpotenzen, die zusammengezählt den ersten Faktor, in diesem Fall also 13 ergeben, und markierte sie mit einem Schrägstrich (Haken). Dann addierte man die entsprechenden Zahlen der zweiten Spalte und erhielt so das Ergebnis. Also 13 . 12 = 156

  

ein weiteres Beispiel 11 . 307 = 3 377

Aufgaben

  1. Berechne nach altägyptischer Methode (aber mit unseren Zahlzeichen): a)  7 . 72    b)  5 . 143     c)  16 . 52    d)  26 . 39
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