2.5 Sozialkompetenz und Gesundheitsförderung (Prävention)
Gesundheitsförderung und Sozialkompetenz sind für die Marienschule eng miteinander
verknüpft. Auch wenn die Gesundheitserziehung nicht das Kerngeschäft der Schule ist, so ist sie
aus Sicht der Schule doch ein wesentlicher Bestandteil der Erziehungsverantwortung, der sich
Schule und Eltern gemeinsam stellen müssen. Auf der einen Seite realisiert sich dies in
Unterrichtsprojekten, die prophylaktischen Charakter haben (Suchtvorbeugung,
Ernährungsberatung). Andererseits gibt es z. B. in der Jahrgangsstufe 9 seit vielen Jahren
Sexualpädagogische Tage in Kooperation mit der katholischen Fachhochschule.
In diesem Bereich soll es nicht bei Einzelaktionen bleiben, vielmehr geht es
um eine in den Alltag wirkende integrative Fortentwicklung.
Aus einer Langzeitstudie, die im Schuljahr 2008/09 in Kooperation mit der
Raphaelsklinik, der Universität Münster und dem Sportstudio ProVital zum Thema
Rückengesundheit in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt wurde, wird aktuell von der Fachschaft
Sport eine Unterrichtsreihe entwickelt, die in jeder Klasse durchgeführt wird und die Sensibilität
der Schülerinnen schärfen soll. Im laufenden Schuljahr sollen im Sportunterricht
Bewegungsspiele, die innerhalb von Doppelstunden zu kleinen Entspannungseinheiten, von
Schülerinnen moderiert, erprobt und künftig weiter ausgebaut werden. Damit wird die
Konzentrationsfähigkeit geschult, gleichzeitig das Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich der
eigene Gesundheit geschärft.
Gesundheitsbezogene Bildungs- und Erziehungsziele gilt es weiterzuentwickeln, ebenso einen
fächerübergreifenden Ansatz bei der Behandlung gesundheitsrelevanter Unterrichtsthemen.
Besonders sinnvoll erscheint es, unter diesem Aspekt ein Curriculum zu entwickeln, das die gesamte
Schullaufbahn in den Blick nimmt.
Insbesondere verdient die zunehmende Belastung durch Stress erhöhte Aufmerksamkeit: Durch kluges
Zeitmanagement und nachhaltiges Arbeiten sowie durch Maßnahmen der gegenseitigen
Unterstützung und Akzeptanz sollen Schülerinnen wie Lehrerinnen und Lehrer Entlastung
erfahren. So kann ein unter Mitwirkung aller am Schulleben Beteiligten auch für die Zukunft ein
gutes Schulklima und eine Umgangskultur gesichert werden, in der sich dann auch gut lernen,
leben und arbeiten lässt, in einer gesunden Schule mit hoher Qualität.