1.2
Schwerpunkte der Individuellen Förderung
„Individuelle Förderung bedeutet die Anpassung des Forder-Förder-Angebotes der
vorschulischen, schulischen und außerschulischen Umwelt an die kognitiven, sozial-emotionalen
und psycho-motorischen Forder-Förder-Bedürfnisse des Kindes bzw. Jugendlichen mit dem Ziel
ihrer optimalen Begabungsentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung unabhängig von der
sozialen Herkunft“ (Fischer, 2008).
Das individuelle Leistungspotenzial der Schülerinnen steht somit in Wechselwirkung mit der
sozialen Umgebung. Hierzu gehört insbesondere eine gute Gestaltung der Lernprozesse.
„Lernen, verstanden als ein aktives, konstruktives, zielgerichtetes, kumulatives, sowohl
systematisches wie situiertes, zugleich selbstständiges und kooperatives als auch angeleitetes
Geschehen ist inzwischen ein theoretisch gehaltvolles und empirisch bewährtes Konzept
geworden“ (Weinert, 2000). Diese Kriterien sind ein integrativer Teil jeglichen Unterrichts.
Darüber hinaus gilt es, folgende Schwerpunkte der Individuellen Förderung (Schleicher, 2009) an
der Marienschule zu realisieren:
Diagnose und Bewertung des individuellen Lernbedarfs durch unterschiedliche Lernwege
Förderung der Fähigkeiten und der Motivation jeder Schülerin durch Unterrichtsstrategien,
die die Schülerinnen in Lernprozesse einbinden
Individuelle Gestaltung von Lehrplänen, in denen es auch um Einstellungen, Motivation und
Aufbau eines unterstützenden Umfelds
Übernahme von Schüler-Eigenverantwortung für den Lernerfolg
Übernahme von Verantwortung für die Schulentwicklung durch Schulleitung, Lehrerinnen,
Lehrer, Eltern und Schülerinnen.