Germany meets Canada
Kanada- so richtig konnte ich mir nicht vorstellen, wie es sein wird, dort
"drüben". Ich wälzte diverse Reiseführer und mit jeder Zeile wurde
dieses Land größer und beeindruckender.
Die Zeit verflog, so dass mir erst bewußt wurde, als das Flugzeug von Düsseldorf
abhob, dass ich es schon bald sehen würde- Kanada.
Ich hatte an alles gedacht, z.B. daran, dass man keine unverpackten
Lebensmittel einführen dürfte, keine Apfel etc. Aber an eins hatte ich nicht
gedacht, an mein Gastgeschenk, eine Flasche deutschen Wein, den ich
ehrlicherweise am Zoll angab. Wie es so schön heißt: Ehrlichkeit wird
bestraft.
Mein Gepäck wurde einkassiert und ich suchte meine Austauschpartnerin und deren
Familie damit ich beweisen konnte, dass die Flasche nicht für mich bestimmt
war, da es für Jugendliche unter 19 nicht erlaubt ist Alkohol bei sich zu
tragen und gar zu trinken.
Die ersten zwei Wochen verbrachte ich in Cunninghams Cottage, ein riesiges
Anwesen am See.
Mein Zimmer bescherte mir einen einmaligen Blick über den See. Ich genoß eine
Wahnsinns-Zeit in der Ruhe und dem Frieden der einsamen Wildnes. Ich versuchte
mich in verschiedenen Wassersportarten und hatte einen Heiden-Spaß dabei.
Die Landschaft war atemberaubend. Bei einer Wanderung konnte ich meinen ersten
Elch beobachten, wie er durch Wasser stampfte- unbeschreiblich.
Nach zwei Wochen packte ich erneut meine Koffer und zog um nach Toronto.
Eine ganz andere Welt. Toronto ähnelt Frankfurt: hohe Häuser, viel Verkehr
etc. Toronto ist in Viertel eingeteilt. Die verschiedenen Kulturen mischen sich,
doch bleiben sie trotzdem unter sich. Man geht die Straße entlang und plötzlich
findet man sich in Neu-China wieder. Eva, meine Gastmutter, erzählte mir, dass
es nicht selten vorkommt, dass Familien hier schon ihr ganzes Leben leben, doch
kein Wort Amerikanisch kennen, da sie in ihrer Umgebung alles in ihrer eigen
Sprache sprechen.
Ich wohnte in Yorkville, bekannt für Kultur und Kunst. Ich besuchte Galerien
und Museen.
In Toronto besuchte ich die Havergal Schule, vergleichbar mit unserer Schule. Es
handelt sich um eine Privatschule, sie finanziert sich durch sich selbst, ebenso
wie die Marienschule eine Mädchenschule.
Der Tagesablauf unterschied sich von unserem. Die Schule begann später als
unsere; als erstes traf man sich mit der Stufe und ging dann zum "Prayer".
Die erste Stunde begann erst um 9:30. Um 12:30 traf man sich in der Mittagspause
zum Essen. Erst um 15:30 endete die letzte Stunde.
An den Wochenende besuchte ich diverse Sehenswürdigkeiten Torontos und am
letzten Wochenende besuche ich die gigantischen Niagara Fälle. Ein
unglaubliches Naturschauspiel!!! Faszinierend, wie das Wasser die Felsen hinabstürzt-
unbeschreiblich!!!
Diese Reise gehört zu einer der größten Erfahrungen, die ich machen durfte. (Ursula
Kraneburg)