Der Sturm auf die Bastille

AUGENZEUGENBERICHTE  

 

Während des 18. Jahrhunderts breitete sich die Anarchie mehr und mehr aus. Diese Unordnung konnte Ludwig XVI nicht länger dulden. Er hatte zwar nicht vor einen Bürgerkrieg zu beginnen, jedoch stellte er eine königliche Armee auf, um die Nationalversammlung und die Ziele des Volkes aufzulösen. Der 3. Stand ließ dies nicht länger auf sich beruhen und bot starken Widerstand. Handwerker, Kleinhändler, Gesellen und Arbeiter vereinten sich. Die Hoffnung auf eine neue Regierungsform und die Vollmacht des Volkes über Paris wuchs. Es forderte die Abstimmung nach Köpfen und nicht wie bisher nach Ständen. Somit entstanden heftige Konflikte zwischen Volk und Adel. Die Gemüter erhitzten sich mehr und mehr bis sich schließlich am 14. Juli 1789 die Demonstranten Waffen verschafften und zur Bastille zogen.

 

Die Bastille, ein französisches Gefängnis mit 30m hohen Mauern und 25m breiten Wassergräben, widerstand letztlich dem Ansturm nach mehrmaligen Versuchen.

Jedoch musste die Zugbrücke auf Drängen der Volksmassen heruntergelassen werden.

Die Bastille selbst war eigentlich politisch unbedeutend, denn es hatte insgesamt 80 Invaliden, davon nur 6 Gefangene, zahlreiche Urkundenfälscher und Verrückte und 30 Verteidiger. Auch die Kanonen dienten nur der Zierde. Daran kann man sehen, dass der Sturm auf die Bastille nur einen symbolischen Sinn für das Volk hatte, aber jedoch keinem praktischen Zweck diente.

Nach diesem Aufruhr wusste Ludwig XVI keinen Ausweg mehr; ein Zitat von ihm: „Mein Volk kann stets auf meine Liebe zählen!“ 

Ludwig XVI schätzte die politische Situation falsch ein.

 

erkannte  unterschätzte

Die Nation erlangte die Macht über Paris.