Lesetipps
Deutscher Buchpreis 2007
Julia Franck erzählt in ihrem großen neuen Roman die Geschichte einer
faszinierenden Frau
Eine idyllische Kindheit in der Lausitz am Vorabend des ersten Weltkriegs,
das Berlin der goldenen Zwanziger, die große Liebe: So könnte das Glück
klingen, denkt Helene. Aber steht ihr die Welt wirklich offen? Helene glaubt
unerschütterlich daran, folgt ihren Träumen und lebt ihre Gefühle - auch gegen
die Konventionen einer zunehmend unerbittlichen Zeit. Dann folgt der zweite
große Krieg, Hoffnungen, Einsamkeit - und die Erkenntnis, dass alles verloren
gehen kann. Julia Franck erzählt in ihrem großen neuen Roman ein Leben,
das in die Mühlen eines furchtbaren Jahrhunderts gerät, und die Geschichte
einer faszinierenden Frau.
Julia Franck, Die Mittagsfrau
Weitere spannende Lektüre, mehrfach empfohlen, immer sehr gelobt:
Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie.
Doch eines Tages weigert sich die dreizehnjährige Anna, weiterhin Knochenmark
für ihre todkranke Schwester zu spenden ... Jodi Picoults so brisanter wie
aufrüttelnder Roman über den Wert des Menschen wird niemanden kaltlassen. 
»Das bewegende Porträt einer zerrissenen Familie. Jede Figur ist lebendig,
jede Situation wahr. Jodi Picoult gelingt es, ihre Leser bis zur letzten Seite zu
fesseln - mich inbegriffen.« Elizabeth George
Aktuell zur Baader-Meinhoff- Gruppe (RAF)
Alois Prinz, Lieber wütend als traurig (Bibliothek)
Ulrike Marie Meinhof (1934-1976) war gläubige Christin, engagierte Pazifistin
und schließlich Terroristin. Was muss geschehen – in Politik, im Privatleben,
dass Engagement für Frieden und Gerechtigkeit umschlägt in Gewalt und
Feindseligkeit? Alois Prinz erzählt nachdenklich und zurückhaltend diese
Lebensgeschichte, die auch die einer Mutter ist, die ihre Kinder ihrer
Überzeugung opferte. Zugleich wird einem jüngeren Publikum ein Lehrstück
deutscher Nachkriegsgeschichte vor Augen geführt.
Interessant für das Zentralabitur 2008/09
 Aus der Reihe „Erzähltes Leben“ , Biographien im Beltz Verlag, findet Ihr seit
neuestem in der Bibliothek einen Band zu Schiller. Aus der Reihe besitzen wir
schon einige Bücher, die gerne ausgeliehen werden, so z.B. die Geschichte der
Ulrike Marie Meinhof „Lieber wütend als traurig“..
Anders als Goethe war Schiller zeit seines Lebens nicht gerade vom Glück
verfolgt. Seinen Ausbildungswunsch „Pastor“ gewährt ihm sein württembergischer
Landesherr Herzog Carl Eugen nicht, vielmehr kommt er in eine militärische
„Pflanzschule“, die Ludwigsburger Solitude. Dort beginnt der Junge heimlich zu
schreiben. Nach seiner Flucht vor dem Herzog plagen Schiller stets finanzielle
Sorgen, literarische Misserfolge und auch Krankheiten.
Gerlach hat eine gut zu lesende Biographie geschrieben, die auch die Zeit, in der
Schiller lebte, lebendig werden lässt. Die Entstehung seiner Stücke, jeweils mit
kurzen Inhaltsangaben, wird anschaulich geschildert, ebenso wie die häufig
enttäuschenden Reaktionen darauf. Die Darstellung Schillers als Sohn, als
Schüler, später als Ehemann und auch als Freund Goethes bietet einen guten
Zugang zu seinen Werken.
Zwar ist das Schillerjahr gerade vorüber, doch Texte von diesem Dichter werden
im Unterricht immer noch oft behandelt, sie sind aber nicht leicht. Diese Biographie
kann beim Verständnis helfen. B.Lange
"Man liebt nur, was einen in Freyheit setzt“
Die Lebensgeschichte des Friedrich Schiller von
Harald Gerlach; Weinheim 2004 (Neuanschaffung)