Wir tragen Schulkleidung –

ein Experiment im Deutschunterricht der Klasse 6b

 

Zum Ablauf des Experimentes

Unser Deutschlehrer brachte uns einen Zettel mit über das Thema Schulkleidung. Der Text kam aus der Zeitung STERN. In dem Text ging es um den „Klamotten-Terror“ an Schulen. Wir bearbeiteten diesen Text im Unterricht sowie auch Zuhause. Unser Lehrer hatte dann den Vorschlag, ein Experiment durchzuführen, indem wir eine Woche Schulkleidung tragen. Um den Umgang mit Schulkleidung kennen zu lernen. Ein paar Mädchen hatten nicht wirklich Lust, doch solange es nur eine Woche seien sollte stimmten sie zu es auch zu tragen

Jennifer Pusch (12)

Wir, die 6b, haben unsere Schulkleidung fünf Tage lang getragen. Sie bestand aus einer blauen Jeans, einem weißen langärmligen Shirt und einem kurzärmligen blauen T-Shirt mit dezentem Schullogo. Dieses Projekt haben wir gestartet, weil wir das Thema eine ganze Zeit im Deutsch-Unterricht behandelt haben. Wir haben auch einige Berichte über die Wirkung von Schulkleidung gelesen. Irgendwann kam dann die Idee es einmal auszuprobieren. Gesagt, getan. Wir liehen uns von anderen Klassen die fehlenden T-Shirts. Dann haben wir das Projekt gestartet.

Carolin (12)

Erlebnisberichte:

Genau eine Woche lang trugen wir, die Mädchen der Klasse 6b der Marienschule in Münster, versuchsweise Schulkleidung. Sie bestand aus einer normalen Jeans aus dem Alltag und einem langärmligem weißen T-Shirt und darüber unser blaues Schul-T-Shirt mit unserem Schullogo. Die Kleidung von uns kam eher normal bei den anderen Schülern an, da sie einer Alltagskleidung ähnelte. Viele Mädchen hatten dies schon öfter kombiniert und zur Schule angezogen. Trotzdem war es etwas Besonderes, da wir uns sehr gleich vorkamen. Schulkleidung allgemein kommt bei uns unterschiedlich an.

Anna-Lena (12)

Eine Situation war am Aschermittwoch, als der Gottesdienst zu Ende war. Ich ging mit einigen Mädchen aus der Klasse zum Ausgang und wollte gerade hinausgehen als ein älteres Mädchen aus der Oberstufe zu mir sagte ,,Och, wie süß! Guckt mal Sarah, das Mädchen hier vor mir!“ Was ich richtig doof fand, daß sie mich auch noch so doof anguckte.

Geraldine (11)

Am zweiten Tag, als wir das Projekt gemacht haben wurde ich von einer Fünftklässerin gefragt warum wir alle das gleiche anhaben. Ich habe ihr dann gesagt, dass wir ein Projekt in Deutsch machen und zwar um zu testen, wie das ist Schulkleidung zu tragen.

Dana (12)

Ich finde Schulkleidung gut. Vor einer Woche wurde es mir klar. Wir haben nämlich im Deutschunterricht ein Projekt gemacht, wo alle Mädchen aus meiner Klasse eine Woche das gleiche tragen sollten. Also haben wir abgestimmt, was wir tragen wollen. Und uns dann auf eine blaue Jeans, ein weißes langärmliges T-Shirt und darüber ein blaues T-Shirt mit dem Logo der Marienschule darauf. So sind wir dann alle eine Woche lang in die Klasse gekommen und ich fand es sehr witzig alle in gleichen Anziehsachen zu sehen. Doch nach zwei bis drei Tagen, habe ich mich an unsere Schulkleidung gewöhnt und weil unsere Schulkleidung auch schön aussah, finde ich sie in Ordnung. Natürlich gab es in unserer Projektwoche auch andere Schülerinnen aus anderen Klassen, die über unsere Kleidung gelacht haben oder gefragt haben, warum wir denn alle das gleiche anhaben. Auch Lehrer fanden unsere Bekleidung ungewöhnlich. Eigentlich fand ich unser Projekt sehr praktisch, weil man immer erkennen konnte, wo jemand aus seiner Klasse war.

Leonie (12)

Meine Klasse und ich trugen eine Woche lang eine Schulkleidung. Allerdings nur als Versuch. Am Anfang war unsere Klasse nicht sehr begeistert, doch am Ende der Woche, in der wir die Schulkleidung getragen hatten, sahen wir die Schulkleidung als normal an.

Ein Mädchen aus der 6c hat mich später darauf angesprochen warum wir denn alle die gleichen Oberteile trugen.

Lina (11)

Als ich das erste Mal in die Klasse kam, fand ich es sehr witzig, dass alle das Gleiche anhatten. Als ich einmal durch den Schulflur gegangen bin, sagte ein Mädchen zu mir: „Hi Carolin“, weil sie dachte, dass ich Carolin wäre, da Carolin und ich das selbe anhatten.

Marie (12)

Schülerinnen aus anderen Klassen warfen uns Blicke zu, als wir zusammen in einer Gruppe an einem Gottesdienst teilnahmen. Wir als Klasse hatten unterschiedliche Meinungen, was Schulkleidung betrifft. Die Hälfte der Klasse fand die Idee Schulkleidung zu tragen super, die anderen hatten dazu überhaupt keine Lust.

Jennifer (12)

Meine Freundin hat mich gefragt: „ Ist das die Schulkleidung, von der du mir erzählt hast?“ Ich habe ja gesagt und meine Freundin meinte, dass sie gar nicht übel aussieht. Da habe ich sie gefragt, was sie sich denn vorgestellt habe und sie sagte: „Na, so wie die aus dem Englischbuch.“ (Meine Freundin hat das gleiche Buch wie wir) Als ich am ersten Tag in die Klasse kam und alle das Gleiche anhatten, fand ich, dass wir so als Gruppe gut aussahen. Ich habe mir gedacht: „Wir sind eine Gruppe und du gehörst dazu.“ Also verbreitet Schulkleidung ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Phillis (12)

Von den anderen Klassen wurde man schon manchmal schon etwas blöd angeguckt, aber das war nicht so schlimm. Viele haben uns gefragt, warum wir alle das Gleiche tragen und als sie hörten warum, lachten manche sogar oder fanden es eine gute Idee. Uns hat es eigentlich nicht soviel gebracht, weil es bei uns keinen „Kleidungsterror“ gibt. Trotzdem war es witzig, morgens in die Klasse zu gehen und zu sehen, dass alle gleich aussehen. Doch man freute sich dann auch wieder auf den Tag, an dem man seinen eigenen Kleider anziehen durfte.

Jelena (12)

Es hat uns allen viele Spaß gemacht, eine ganze Schulwoche Schulkleidung zu tragen. Die Schulkleidung brachte ein Zusammengehörigkeitsgefühl und mehr Konzentration im Unterricht, außerdem haben wir mit der Schulkleidung in dieser Woche positive und negative Erlebnisse gehabt.

Shirine (11)

Zum Abschluss:

Ein wichtiges Ziel ist bei dem Experiment verwirklicht worden: Es wurde viel diskutiert und geredet über das Thema, denn es ging ja nicht darum, für das Tragen von Schuluniform Werbung zu machen. Ich finde es toll, das ihr, die 6b, so tatkräftig an dem Experiment mitgewirkt habt!

C. Reick