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Der
Naturalismus wurzelt im Realismus.
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Er ist die
Radikalisierung des Realismus: „Realismus in Angriffsstellung“
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Er ist
jedoch verengt auf die Darstellung moralischen und wirtschaftlichen Elends.
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Grundlagen:
Positivismus (A. Comte), Evolutionstheorie (C. Darwin), Milieutheorie (H. Taine)
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Vertreter
des Naturalismus: G. Hauptmann, A. Holz, E. Zola, H. Ibsen
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Abkehr vom
Naturalismus
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Abwendung
vom Politischen, Rückzug auf Subjektives, Individualismus
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Ablehnung
der in Politik und Wirtschaft von Imperialismus und Kapitalismus bestimmten
Wirklichkeit
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im Zentrum:
der sinnlich-subjektive Eindruck. der mit höchster Präzision und Intensität
wiedergegeben werden soll
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die
Isolierung der nicht reflekierten Empfindung führt zur Auflösung der
dinglichen Einheit
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Vernachlässigung
konstruktiver und kompositorischer Elemente zugunsten der Aneinanderreihung von
Bildern.
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Inhaltliche
Schwerpunkte: Unbeschwertheit, Heiterkeit, Zurücktreten der äußeren Handlung
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Geringschätzung
von ethisch-praktischer Wertung
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Distanzierung
von sozialen Problemen
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Vertreter:
M. Proust, O. Wilde, R.M. Rilke, H.v.Hofmannsthal, H. u. Th. Mann
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Einfluss:
Freuds Psychoanalyse und Nietzsches Kulturkritik
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radikaler
Gegenschlag gegen das naturwissenschaftlich-materielle Wirklichkeitsbild des
Naturaklismus, gegen den die äußeren Eindrücke ästhetisierenden
Impressionismus, gegen die dekorative Formkunst des Jugendstils
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Protest
gegen Kapitalismus, Imperialismus, Industrialisierung und deren soziale
Auswirkungen
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Sprachgestaltung:
nicht einheitlich: sowohl ekstatisch gesteigert als auch Sprachverknappungen,
Wegfall der Füllwörter, Artikel und Präpositionen, sowie Sprachhäufung und
Neologismen
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Problem:
Utopie vom neuen Menschen gerät auf Dauer zur Wirklichkeitsflucht
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Vertreter:
Kafka, Heym, Benn, Trakl, Döblin