(Entstehung:
1972-74)
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Der Film
stellt keine geschlossene Handlung dar, er bricht also mit der Tradition der
Literaturverfilmung, besteht auf einer eigenen Perspektive.
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Es wird
keine Spannung aufgebaut, dem Zuschauer wird kein Einleben in die Situation der
Protagonistin, kein Miterleben ermöglicht.
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Die
Handlungsablauf wird an zahlreichen Stellen durch Standbilder verfremdet, diese
beabsichtigen eine Auseinandersetzung mit der gespielten Umgebung des Geschehens
hervorzurufen.
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Vorbild für
die Schauspieler ist das epische Theater, sie verbleiben zum größten Teil
emotionslos, lassen keine spannungsschaffenden Momente zu.
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Die
Figuren haben zumeist keinen direkten Blickkontakt, allenfalls durch Reflexionen
in Fensterscheiben, Spiegeln. Alle Mimik geschieht somit in Reflexion.
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Während
der Zeit in Kessin sind zwischen den Ehepartnern oft mauerähnliche Barrieren zu
sehen.
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Die
Handlung des Films ist geprägt durch die gesellschaftsbedingte Entsagung.
Ein
ausführliches Filmheft mit umfangreichen Informationen können Sie unter
folgender Adresse im Internet herunterladen:
http://www.lernort-kino.de/filme/03_effi_briest/filmheft.pdf
Verhandlungssache:
Scheidung der Ehe Instetten % Instetten
geb. Briest
Eröffnung der Verhandlung
Vorstellung der Anträge:
Verteidigung Geert von Instetten:
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Freispruch
-
Keine Schuld
-
Hat für Reichtum und Ordnung gesorgt
Verteidigung Effi von Instetten geb.
Briest:
-
Geert von Instetten ist Schuld am Scheitern
der Ehe
aufgrund Vernachlässigung
seiner Ehefrau
-
Effi war viel zu jung für die Ehe und ist
somit von jeglicher Schuld freizusprechen
Zeugenbefragung
Effis Verteidigung ruft den Zeugen Herrn Wüllersdorf
-
erlaubt sich kein Urteil über die
Schuldfrage
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es war eine Vorbildhafte Ehe
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war zutiefst über Effis Tat erschüttert
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Geert hat selbst seine Betroffenheit
ausgesprochen
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Effi hat W. gegenüber niemals über die
Ehe gesprochen war jedoch sehr glücklich
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Geert verspürte keine Rache
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Geert hatte Angst, das Gesellschaft ihn
verbannen würde
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Geert liebte seine Frau
-
Geert musste sein eigenes Leben retten
indem er sich scheiden lässt
Geerts Verteidigung ruft den Zeugen Herrn
Gieshübler
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Geert ist ein guter Freund
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Geert hatte wenig Zeit für Effi
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er hat sich um Effi gekümmert
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Effi hat ihm alles anvertraut
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Effi war einsam und suchte Zuneigung
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Ansehen ist wichtig für Geert
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er liebt Effi und würde alles für sie tun
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er war so etwas wie ein Vater oder Freund für
Effi
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er machte Effi Geschenke
Befragung der Geschädigten
In den Zeugenstand wird die Partei Effi von
Instetten geb. Briest gerufen.
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Effi hat Geert sehr geschätzt
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sie fühlte sich vernachlässigt
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sie hat Geert das auch gezeigt
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Geert gab ihr nicht die Zuneigung, die er
ihr durch das Eheversprechen versprochen hatte
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sie wurde zuhause entwurzelt
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sie suchte sich nur eine Zugangsperson (Crampas)
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die Ehe war nur für die Außenwelt
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ihre Definition von Ehe: zusammen leben,
unterstützen, lieben
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Mutter hat sie gezwungen
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hatte so eine Ehe nicht erwartet
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Crampas hat sie ausgenutzt
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sie war naiv ( gesteht somit eine gewisse
Schuld)
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Mutter war immer ein Voebild
In den Zeugenstand wird die Partei Geert
von Instetten gerufen.
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Geert hatte mit Effi eine sehr harmonische
Ehe
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er hat Effi nicht vernachlässigt
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der Ehrencodex zwang ihn zum Duell
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verbietet seiner Tochter nicht direkt den
Umgang mit ihrer Mutter, er will sie nur vor schlechtem Umgang schützen
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es war schwer für ihn Arbeit und Ehe unter
einen Hut zu bekommen
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er versuchte es Effi so angenehm wie möglich
zu machen
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er musste Effi vor sich selber schützen
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er versuchte die fehlende Zeit durch
Komplimente und Zuneigungen zu ersetzen
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Effi wusste nicht welche Pflichten eine Ehe
hat, sie sah nur ihre Vorteile daraus und den Spaß
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er liebt Effi und vermisst sie jetzt
Urteil:
Die Schuld wird laut Fakten und Gesetzten
Effi von Instetten geb. Briest zugesprochen. Sie wird zu ihren Eltern zurückziehen.
Das Sorgerecht für die Tochter wird Geert von Instetten zugesprochen, sie darf
jedoch ihre Mutter besuchen. Da Effi
erkannt hatte das Geert es nicht möglich war ihr die Zuneigung zu geben die sie
verlangte meinte sie ihn zu betrügen wäre ein Ausweg. Sie hätte einen anderen
wählen sollen. Für ein junges Mädchen wie sie, war die Ehe nicht das
Ratsamste. Diese war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Duell wird für
Geert von Instetten auf jeden Fall ein Nachspiel haben. Die Ehe wird hiermit
geschieden.