L E S E T I P P S

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Schuljahr 2007/08

Rezension

Weltliteratur für Kinder: „Faust“, nacherzählt von Barbara Kindermann

Unumstritten: Goethes Faust ist ein Meisterwerk der deutschen Literatur und somit ein Muss für jeden Schüler und jede Schülerin! Auf der anderen Seite bleibt im Rahmen der Schuljahresverkürzung kaum noch Zeit dieses umfangreiche Werk eingehend im Unterricht zu besprechen. Ein wahrhaftiger Teufelskreis, aus dem es heißt, mit allen Mitteln der Magie auszubrechen. Den Zaubertrank präsentiert die Reihe „Weltliteratur für Kinder“ vom Kindermann Verlag Berlin, in der das Drama „Faust“ in erster Linie für Kinder spannend nacherzählt und mit eindringlichen Bildern illustriert wird.

Der Teufel in Gestalt von Mephisto wettet mit Gott, dass es ihm gelingen wird, Fausts Seele für sich zu erobern und den Menschen vom Streben nach Erkenntnis der absoluten Wahrheit abzubringen. Mephisto schleicht sich bei Faust in Gestalt eines Pudels ein und versucht ihn durch oberflächliches Vergnügen und Sinnlichkeit zu verführen. Faust lässt sich auf den Teufel ein, wettet, dass es dem Teufel nicht gelinge, das unstillbare Streben Fausts durch einen erfüllten Augenblick zu befriedigen. Nachdem Mephistos Versuch in Auerbachs Keller fehlschlägt, beschließt er, Faust in der Hexenküche um 30 Jahre zu verjüngen. Faust bleibt zunächst unbeeindruckt von Mephistos Verführungskünsten, bis er Gretchen begegnet ... .

Barbara Kindermann erzählt Goethes „Faust“ faszinierend und nachvollziehbar nach, vergisst aber auch nicht die wichtigsten Stellen des Dramas wörtlich zu zitieren und dieses auch kenntlich zu machen, sodass die sprachliche Genialität des Dramas zumindest ansatzweise erhalten bleibt. Denn was wäre eine Nacherzählung von „Faust“ ohne Eindrücke von altertümlicher Sprache, Reimschema und Metrum? Besonders ansprechend sind auch die eindringlichen, etwas altertümlich gehaltenen Bilder von Christiane Mitzkus, die die Handlung bemerkenswert illustrieren und zur Veranschaulichung und zum Verständnis beitragen.

An einer Stelle sagt Mephisto: „Blut ist ein ganz besondrer Saft.“ Faust muss den Pakt mit dem Teufel mit seinem eigenen Blut unterschreiben. Eine besonders eindrucksvolle Szene, die man im Drama leicht überliest, wird mit folgendem Bild untermauert: Fausts Hand hält einen Federkiel und schreibt in Großbuchstaben seinen Namen, Blutspritzer tropfen dabei auf das Pergament. Das Interesse der Kinder ist sicherlich geweckt! Manchmal sagen Bilder eben mehr als Worte... .

Mit einer guten Mischung aus Nacherzählung, wörtlichen Zitaten und ansprechenden Bildern schafft es Barbara Kindermann in ihrem Werk voll von Magie und Hexenzauber sowohl Kinder, aber gleichermaßen auch Jugendliche und Erwachsene für „Faust“ zu begeistern. Im Rahmen der Schuljahresverkürzung ist dieses Buch eine gute Alternative zu einer plumpen Inhaltsangabe aus dem Internet, um einen guten und nachhaltigen Eindruck von Goethes Werk zu bekommen. Vielleicht regt es ja auch den ein oder anderen dazu an, das ganze Drama zu lesen. Welch ein Erfolg!

von Barbara Dietzel

 

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Schuljahr 2006/07

Lesetipps vom Januar 07

Klaus Kordon : "Julians Bruder "

In diesem Buch, das in der Zeit des 2. Weltkrieges spielt, geht es um zwei Jungen, die wie Brüder sind. Doch der eine von ihnen ist Jude und kommt nur schwer durch den Krieg, überlebt ihn aber im Gegensatz zu seinen Eltern. Doch in der Nachkriegszeit geraten sie für mehrere Jahre in eine sowjetische Gefangenschaft.

Mir gefällt dieses Buch, weil…

…das Buch anschaulich, spannend und vor allem gut verständlich geschrieben ist.

…man in diesem Buch viel über die deutsche Nachkriegsgeschichte erfährt. Alles basiert auf Zeitzeugenaussagen.

…ich außerdem gerne Bücher über den 2.Weltdrieg lese und diese interessant finde.

Anja Kumpmann, 7a

Usch Luhn: "Blind"

Die vierzehnjährige Merle ist seid dem sie neun Jahre alt ist, blind. Doch sie hat sich damit abgefunden und kommt in ihrer eigenen Welt gut zurecht. Dass ihre Eltern sie auf Schritt und Tritt beschützten möchten, nervt sie nicht im geringsten, sie findet es eigentlich gut, so viel Zuneigung zu bekommen. Bis Undine und Jonny auftauchen. Jonnys Haut riecht nach Abenteuer und Undine duftet nach Zimt. Die beiden Geschwister wirbeln Merles Alltag gründlich auf und zwischen den dreien entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Bereitwillig stützt sich Merle in die tolle, unbekannte Welt, die sie nur noch von früher kennt, als sie noch nicht blind war. Doch als Undine in Gefahr gerät, zeigt Merle, dass sie, obwohl sie blind ist, ihre Freundin dank ihrer geschärften Sinne retten kann.

Die wichtigsten Personen:

Merle (ist seid dem sie neun Jahre alt ist blind)

Jonny (ist der ältere Bruder von Undine, findet Merle wahnsinnig toll und interessant, genau wie Undine)

Undine (ist die jüngere Schwester von Jonny, findet Merle wahnsinnig toll und interessant, genau wie Jonny)

Merles Eltern (sie wollen ihre Tochter ,seid dem sie blind ist, vor Allem beschützen und bieten ihr ein wohl behütetes Leben)

Beurteilung:

Ich finde das Buch „Blind“ sehr toll, weil es fassend geschrieben ist. Da ich nicht blind bin, finde ich es total spannend zu erfahren, wie der Alltag eines blinden Mädchens aussehen könnte und wie es eigentlich ist, blind zu sein.

Lesetipp von Maike Nieweler

Lesetipp vom Dezember 06

Donna Jo Napoli in: "Donata, Tochter Venedigs"

Fischer Verlag, 349 Seiten, 7,95€, Jugend Roman

In dem Buch "Donata, Tochter Venedigs" geht es um ein 14-jähriges Mädchen, das im 16. Jahrhundert in Venedig in einer adligen Familie lebt.

Da sie weiß, dass sie ins Kloster muss, beschließt sie ihr Venedig zu erkunden, wo sie den Schreibergesellen Noé kennen lernt. Durch ihre täglichen Ausflüge bringt sie ihre Zwillingsschwester Laura und ihre anderen Geschwister in Gefahr, da es einem Mädchen aus einem adligen Haushalt nicht gestattet ist, aus dem Haus zu gehen.

Am Ende nimmt es noch eine überraschende Wendung.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil es spannend ist, zu erfahren, wie man im 16. Jahrhundert mit Frauen/Mädchen umgegangen ist und weil man eine Menge über Venedig erfährt.

Zitat von Brigitte Extra: "Die fesselnde Geschichte eines starken, klugen Mädchens, das gesellschaftliche Grenzen überschreitet und seinen eigenen Weg geht."

Von: Ricarda Fries, 7a

Lesetipps vom November 06

Die Stadt der wilden Götter

Autorin: Isabel Allende * 1942 Peru - Populärste Schriftstellerin Lateinamerikas

Beschreibung: Die Mutter des 15-jährige Alexander ist schwer krank und muss daher in eine besondere Behandlung. So kommt Alex zur kaltherzigen Großmutter. Mit ihr unternimmt er eine spannende Expedition in das Amazonasgebiet. Hier lernt er die ebenfalls 15-jährige Nadia kennen. Die beiden werden von den Nebelmenschen entführt, weil diese sich durch die Expedition bedroht fühlen. Bei ihnen lernen Alex und Nadia die Lebensweise der Indianer kennen und lüften das Rätsel um die geheimnisvolle Bestie.

Beurteilung: Das Buch ist bis zur letzten Seite (377 S.) spannend geschrieben und man kann nicht aufhören zu lesen, ehe man es durchgelesen hat.

Zitate: >> Krimi, Abenteuerroman und Fantasy vermengen sich zu einem tollen Lesestoff, der so ganz nebenbei auch noch eine gehörige Portion Kulturkritik mitliefert<< Stuttgarter Zeitung

>>Aberteuer pur<< Spiegel spezial

Von Lena Böckenholt

 

Ann Brashares: "Eine für vier" cbt Verlag (7,90 €)

Lena, Bridget, Carmen und Tibby sind die vier besten Freundinnen. Dieses Jahr sollten die Mädchen ihren Sommer alleine verbringen.Bridget fährt in ein Fußballkamp nach Baja California. Lena zu ihren Großeltern nach Griechenland. Tibby bleibt zu Hause und Carmen fährt zu ihrem Vater nach South Carolina.
Aber alles kommt anders als geplannt.Bridget verliebt sich in ihren Fußballtrainer Eric,Lena wird von ihrer Oma verkuppelt,Tibby arbeitet in einem Drogeriemarkt und lernt dabei ein blutkrebskrankes Mädchen kennen. Carmen fand eine alte Jeans,die sie einmal in einem Secondhandladen gekauft hatte. Zum Erstaunen aller passte die Jeans allen, auch der zierlichen Lena,sowie der kräftig gebauten Bridget.Die Freundinnen hatten sich entschieden: Die Jeans würde aller Ereignisse festhalten!!!!!

Figurvorstellung:
Bridget = 17/18 Jahre, sportlich, braune Haare
Carmen = 17/18 Jahre, offen, freundlich, dunkelblonde Haare
Lena = 17/18 Jahre, zierlich, schüchtern, schwarze lange Haare
Tibby = 17/18 Jahre, verschlossen, zurückhaltend, kurze blonde Haare, arbeitet
      bei Wallman's (Drogeriemarkt)

Mir gefällt das Buch,weil es interessant und abwechslungsreich geschrieben ist. Außerdem haben Bridget, Carmen, Lena und Tibby verschiedene Charaktere.Dadurch kann man sich in die verschiedenen Freundinnen sehr gut hineinversetzten.

Zur  Autorin:
Ann Brashares wuchs in Washington D.C auf und studierte Philosophie in New York. Sie brach das Studium ab und arbeitete als Lektorin. Seit 2000 widmet sich Ann Braschares nur dem Schreiben zu. Sie lebt mit ihrem Mann und den Kindern in New York.

Margarete Donhauser 7 a

Percy Jackson in: Diebe im Olymp – von Rick Riordan

Carlsen Verlag, 447 Seiten, 16,00€, Fantasie Roman,

Lesealter ab 12 Jahren

Auf einer Klassenfahrt verwandelt sich Percys Mathelehrerin in eine echte Furie, und er merkt bald, dass da etwas nicht stimmt. Auf der Flucht vor weiteren Anschlägen besiegt er noch schnell einen Minotaurus, bevor er sich in das sichere Camp der Halbblüter retten kann, wo die Kinder der Götter leben. Dort erfährt Percy, dass auch er der Sohn eines Gottes ist. Zusammen mit dem Satyrn Grover und der Halbgöttin Annabeth macht er sich auf die Suche nach dem Blitz des Zeus. Bis zur Sommersonnenwende muss der Blitz aufgetaucht sein, ansonsten droht ein Krieg unter den Göttern...

Es ist erstaunlich, wie Rick Riordan Mythos mit der realen Welt verknüpft. Die Mythen wirken so echt, dass man sich sehr gut in die Geschichte hinein versetzen kann. Am liebsten würde man es gar nicht mehr aus der Hand legen. (Lisa Hesener 7a)

 

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s p e c i a l

 

DEINE MEINUNG ZUM THEMA?

Bernhard Schlink , Die Heimkehr, Zürich 2006 (Neuanschaffung Bibliothek)

Verriss zu einem Pflichtautor für das Zentralabitur

Soeben ist das Buch „ Die Heimkehr“ von Berhard Schlink erschienen, dessen Roman „Der Vorleser“ Pflichtlektüre für das Abi 2007 ist. Der Autor ( geb. 1944) ist Jurist, lebt in Berlin und hält dort auch juristische Vorlesungen. Außerdem vertrat er als Anwalt u.a. die Bundesregierung.

In diesem Buch geht es wieder um eine Verarbeitung deutscher Geschichte im 2.Weltkrieges. Diesmal schreibt Schlink von der Irrfahrt und Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien und dessen Suche nach seiner Frau. Diese Geschichte recherchiert mühselig ein Ich-Erzähler, zu Anfang des Romans als Kind, dessen Erlebnisse die Heimkehrergeschichte immer wieder unterbrechen. Zu aufgetragen bezieht sich Schlink dabei auf die Irrfahrten des Odysseus, überhaupt führt er wiederholt seine Belesenheit und Bildung vor. Auch handelt er in diesem Roman nicht nur Verstrickungen des Einzelnen in der Nazizeit ab, sondern beleuchtet gleichzeitig die deutsche Nachkriegszeit bis zur Gegenwart mit Mauerfall und ostdeutscher Befindlichkeit . Es entsteht der Eindruck, dass Schlink kaum ein zeitgemäßes Thema auslässt. Teilweise pathetisch und moralisierend drängt er dem Leser seine Bewertungen zur Zeitgeschichte auf. So zieht sich die Geschichte über 370 Seiten.

Gerne möchte ich Eure Meinung zu diesem Buch hören! (Lesealter ab 16 Jahre). BLange

 

Neuanschaffungen April 06

Sally Gerdner, Ich,Coriander , München 2006 ( aus dem Englischen)

Coriander erzählt die wundersame Geschichte ihrer Kindheit und Jugend.

Ihre glücklichen Kindertage enden jäh, als die Mutter stirbt und der Vater sich neu verheiratet. Ihre Stiefmutter Maud führt ein eisernes Regiment und lässt nichts unversucht, um Coriander zu demütigen und zu quälen. Doch als Coriander an einem Punkt ihres Lebens angekommen scheint, an dem sie nicht weiter weiß, eröffnet sich ihr plötzlich eine andere Welt: Sie betritt ein Feenreich, in dem Gut und Böse in heftigem Kampf gegeneinander liegen… „ Mein Name ist Coriander Hobie. Ich bin das einzige Kind von Thomas und Eleanor Hobie, geboren in einem Haus am Ufer der Themse in London im Jahre des Herrn 1643…“ (Umschlag) - ein historischer Abenteuerroman für geübte Leserinnen ab 10 Jahre. (BL)

Jacqueline Wilson, Diamond Girls, Hamburg 2006

Ein witziges Buch, geschrieben von einer Autorin, die viel Einfühlungsvermögen für heranwachsende Kinder zeigt , die ihre Figuren auch immer schwierige Situationen durchleben lässt : Rochelle flirtet mit dem Piratenverschnitt Ryan, Judith legt sich mit Jungs aus der Siedlung an, Martina simst ständig ihrer großen Liebe Tony, Dixie als jünste sorgt für Ordnung, dabei halten die vier Schwestern immer zusammen und erleben sogar noch die Geburt eines weiteren Geschwisterchens. (BL)

Jan de Leeuw, Das Schweigen der Eulen, Hildesheim 2006

Ein weiteres Kinder- bzw. Jugendbuch mit geschichtlichem Hintergrund, übersetzt aus dem Niederländischen. Der 13-jährige Arnoud, der mit seinem Vater – die Mutter hatte sich davongemacht – bei der Großmutter lebte, entdeckt nach dem Tode seiner Großmutter, was in der Zeit der deutschen Besatzung in dem Dorf seiner Großmutter geschehen ist. Arnoud kommt einem Kunstraub au f die Spur, einer Eifersuchtsgeschichte und einem Verrat, der 10 Menschen das Leben kostete. Ein spannendes Buch ab 10 Jahre.

Wolfgang Hohlbein, Drachenfeuer –Junge Bibliothek – Süddeutsche Zeitung

Der Name des Phantasieautors spricht für sich. Außerdem spricht für das Buch, das als Klassiker der Jugendbuchliteratur in die Reihe der Süddeutschen Zeitung aufgenommen wurde.(BL)

Diana Wynne Jones, Zauberstreit in Caprona - Junge Bibliothek – Süddeutsche Zeitung

Ein Buch, in dem es vor Hexerei und Zauberei nur so knistert, ebenfalls ausgewählt von der Kinder- und Jugendbuchredaktion der Süddeutschen Zeitung, womit es zu den 50 Lieblingsbüchern der Redaktion gehört. (BL)

Das Käthchen von Heilbronn – nach Heinrich von Kleist

Ein Klassiker wird neu erzählt von Barbara Kindermann – hier kann man sich recht schnell informieren. Der Zugang zu einem berühmten Klassiker erleichtert diese Ausgabe, was auch die schönen Bilder bewirken, gleichzeitig erzählt Barbara Kindermann mit viel Gespür für das Original nach, so dass der Leser anschaulich in die Welt des späten Mittelalters entführt wird. (BL)