„Was können wir gemeinsam tun?“ Unter diesem Leitgedanken startete am Mittwoch (18.12.09)
der Projektabend für Eltern in der Aula der Marienschule, den Margret Hesse-Peuckert erstmals
initiiert hat. Unterstützt wurde sie dabei von Studenten der Katholischen Fachhochschule Münster
und deren Seminarleiterin Frau Dr. Tölle. Ziel dieses Auftaktes war es erstmals Eltern und Lehrer
zusammenzuführen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten, die den Schulalltag betreffen,
austauschen. Dabei soll es in erster Linie um Möglichkeiten gehen, wie man sich im Elternhaus und
in der Schule unterstützen kann. „Wir wünschen uns eine aktive Mitarbeit der Eltern, was den
schulischen Alltag der Mädchen betrifft. Mehr Mitverantwortung, eine bessere Kommunikation
zwischen Schule und Elternhaus.“ wünscht sich Frau Hesse-Peuckert.
Wie der normale Alltag zwischen Schule und Elternhaus mitunter aussehen kann, zeigte die
Theatergruppe von Herrn Reick, die die innere Zerrissenheit, die widersprüchlichen Anforderungen
und Erwartungen an eine Schülerin darstellte.
„Genauso ist es auch zu Hause.“ bestätigt ein Vater „Irgendwie erschreckend das so auf der Bühne
zu sehen.“ Durch das szenische Spiel eingeleitet, gab es für Eltern und Lehrer in kleinen Gruppen die
Gelegenheit sich über die Themen „Leistungsdruck“, „Zukunftsangst“, „Eigenverantwortung“,
„Soziales Miteinander“, „Übergangsphasen: Kindheit, Pubertät, Jugendalter, Erwachsenenalter“
und „Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Familie“
auszutauschen. Die Gespräche jeder Gruppe wurden dabei von
den Studenten, die diese Praxisanleitung im Seminar
theoretisch erarbeitet hatten, moderiert und für alle im Plenum
sichtbar schriftlich fixiert. „Gespräche zwischen Eltern und
Lehrern beschränken sich im Alltag auf die Leistungen,
mitunter auch auf die Entwicklung der Schülerinnen. Aber der
Schulalltag umfasst doch viel mehr! Da gibt es großen
Gesprächsbedarf.“ weiß Frau Hesse-Peuckert, die auch
Beratungslehrerin an der Marienschule ist. Unter
verschiedenen Leitfragen wurden in den Gruppen schon erste
Handlungs- und Beratungsmöglichkeiten, aber auch Wünsche und Möglichkeiten des persönlichen
Einsatzes diskutiert. „Was beobachten wir? Was macht uns Sorgen? Was verstehen wir nicht? Was kann
der Beitrag der Eltern / der Lehrer / der Schule sein? Was können wir gemeinsam tun?“ waren
Fragestellungen, die innerhalb der Gruppen beantwortet und anschließend im Plenum vorgestellt
wurden. „Man kann sich austauschen ohne in Hysterie oder angesichts der vielschichtigen
Problemlagen, die Reformen mit sich bringen können, in Agonie zu fallen. Ich nehm’ hier wirklich
was mit nach Hause.“ resümiert ein Vater bei der Abschlussrunde, in der sehr schnell klar wurde,
dass dieser Abend ein Auftakt für weitere Abend sein soll.
Inhaltliche Schwerpunkte für die nächsten Abende werden
Leistungsdruck, Zukunftsangst und Erziehungspartnerschaft sein, wie
das Plenum gemeinsam abgestimmt hat. Über einen Elternbrief
werden alle Eltern durch Frau Hesse-Peuckert weiter informiert, und
es wird dabei auch um weitere aktive Mitarbeit gebeten: „Schule ist
zunehmend ein großer Lebensraum im Leben unserer Kinder
geworden. Es liegt an uns, diesen gemeinsam zu gestalten und