Der Wind, der Wind, das himmlische Kind…
Neue Perspektiven der Energiegewinnung
„Die Windenergie hat auf absehbare Zeit in Deutschland von allen erneuerbaren
Energien das größte Potenzial.“, sagte Katherina Reiche, parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, am 17.11.2009 zu der Eröffnung der
dritten Offshore – Wissenschaftstage in Oldenburg.
Einige Menschen empfinden Windenergieanlagen (auch als Windkraftanlagen bekannt)
als hässlich, laut und störend, doch das sie die Zukunft unserer Elektrizität sein können,
wissen die meisten gar nicht. Windenergieanlagen wandeln kinetische Energie
(Bewegungsenergie), den Wind, in elektrische Energie um, diese fließt dann zum
Beispiel als Strom in den Haushalt.
Landwirt Hugo Hölken, der zwei Windenergieanlagen besitzt, hält erneuerbare Energien
für sehr wichtig, da die Vorräte an fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Gas uns
irgendwann ausgehen. Deshalb bräuchten wir andere Möglichkeiten. Die Energie, die
wir im Inland selber erzeugen, mache Deutschland ein Stück weit unabhängig von
Energieimporten. Zusätzlich bliebe die Wertschöpfung im eigenen Land.
Die Windenergie gehört mit zu den ältesten Energiequellen der Menschen, schon früher
gab es Windmühlen, um Getreide zu mahlen. Der Grund ist, dass sich Wind relativ
einfach in mechanisch nutzbare Energie umwandeln lässt. Die erste Windenergieanlage
wurde bereits im Jahre 1887 in den USA in Betrieb genommen. Eine Anlage neueren
Typs produziert während ihrer gesamten Laufzeit, abhängig von der Größe und dem
Standort, zwischen fünf und 50 Millionen kWh (Kilowatt pro Stunde).  Jede durch
Windenergie gewonnene kWh spart 0,815 kg Kohlendioxid. Eine moderne 1500 kW
Windenergieanlage produziert über das Jahr genug Strom für ca. 1000 Haushalte.
Zusätzlich schafft der Bau von Windenergieanlagen neue Arbeitsplätze.
Um ganz Münster mit Strom zu versorgen, bräuchte man ca. 250 große
Windenergieanlagen. Da aber nicht immer Wind weht, wenn wir gerade Strom
brauchen, hatte das Pentalaterale Forum, ein Zusammenschluss von
Wirtschaftsministern, Börsen, Energieversorgern und Netzbetreiber aus den Benelux-
Staaten, Frankreich und Deutschland die Idee, einen europäischen Binnenmarkt für
Elektrizität zu schaffen. Da in windstarken Zeiten die Windräder auf hoher See so viel
Strom produzieren, dass die Netze überfordert sind, sollen Pumpspeichernetze in
Skandinavien den überschüssigen Strom nutzen um das Wasser in Stauseen zu
pumpen. In windarmen Zeiten soll das Wasser dann die Turbinen antreiben und so die
Energie zu produzieren. Durch die Pumpspeichernetze werden die Windparks
untereinander verknüpft, damit möglichst viele Länder mit Strom aus Wind versorgt
werden können. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle von der FDP sagte: „Es geht
um eine grundlegende Umgestaltung und Modernisierung der Stromnetze, ja der
Energiesysteme insgesamt.“
So entfaltet die Windenergie ihr volles Potenzial. Windenergie bietet Möglichkeiten, die
wir nutzen sollten, um umweltfreundlichen Strom zu produzieren.
(Abb. Windenergieanlage „Johanna“ des Landwirtes Hugo Hölken)
Quellen
Internetadressen:
http://gw.eduhi.at/thema/energie/wind/wind.htm
http://www.das-energieportal.de/startseite/windenergie/details-zu-windenergie/
http://www.windmesse.de/presse/6728.html
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5745451/Europaeer-planen-Nordsee-Netz-fuer-Windkraftanlagen.html