Mülltrennung
2. große Pause. Im Klassenzimmer einer 8.Klasse herrscht
ausgelassene Pausenstimmung. Am Rande lebhafter
Unterhaltungen landen zerknüllte Butterbrotpapiere,
leere Yoghourtbecher und verfaulte Bananenschalen in
allen Ecken des Klassenzimmers, nur nicht dort, wo sie
landen sollten,  im Papierkorb. 
Auch die Marienschule Münster ist in Sachen Umwelt noch ausbaufähig.
In vielen Klassen der Marienschule liegt der Müll auf dem Boden, weil die Schülerinnen
auf den Mülleimer aus fünf Metern Entfernung gezielt und nicht getroffen haben, sich
dabei nicht überwinden konnten von ihrem Platz aufzustehen um die Papiertüte oder
den Zettel eigenhändig zu dem Mülleimer zu bringen.
„ Einige Schülerinnen achten leider nicht hinreichend auf das Umweltbewusstsein
unserer Schule“, so berichtet Arno Fischedick mit ernstem Gesicht. Allerdings hat der
Schulleiter auch schon sehr viel erreicht. Dazu gehört zum Beispiel die Einrichtung der
neuen Fenster, die, modern und gut isoliert, verhindern, dass Wärme unnötigerweise
aus den Klassenräumen weicht.
Die Befragung des Schulleiters ergab, dass es noch einige Pläne für die Zukunft gibt.
Zum Stromsparen sollen bald in der Marienschule die sogenannten Lichtschranken
eingerichtet werden. Bewegungsmelder registrieren, ob sich jemand im Raum befindet
und somit schaltet sich das Licht automatisch ein. In den ersten modernen Toiletten ist
dies schon der Fall und es erweist sich als sehr praktisch.
Auch in den Klassenzimmern sollen diese Lichtschranken errichtet werden, da manche
Schülerinnen das Licht nach der Schule nicht ausschalten.
Natürlich gibt es diese Schülerinnen, aber auch viele, die sich für die Umwelt einsetzen!
Auf die Frage, was sie davon hielte das Licht auszuschalten und auf Sauberkeit zu
achten, antwortet Johanna: „ Ich finde es sehr wichtig, auch ein bisschen auf die Umwelt
zu achten!“, die Arme entschieden in die Seiten gestemmt  ist die 14-jährige empört über
das gleichgültige Verhalten mancher Schülerinnen.
                
„ Auch die Mülltrennung ist an unserer Schule ein Problem“, gesteht der Schulleiter.
Es gab schon einige Projekte zu der Mülltrennung, zum Beispiel hat die
Schülervertretung an einem Projekttag mit einigen Schülerinnen Papiermülleimer aus
großen Kartons gebastelt. Es war eine lustige und spannende Aktion, die den
Schülerinnen sehr gefallen hat. Arno Fischedick plant auch noch einen „ Umwelttag“, an
dem sich die Schülerinnen einen ganzen Tag lang nur mit der Umwelt befassen.
Der Schulleiter berichtete allerdings, dass eine Solaranlage auf dem Dach der
Marienschule eher nicht in Frage käme. Bedauernd erklärt er:  „ Der Schulträger zeigt
leider wenig Offenheit, außerdem wäre eine Solaranlage nicht kostenfähig.“
Da größere Investitionen dieser Art erst einmal in weiterer Ferne liegen, ist es nun wohl
an den Schülerinnen, die ersten kleineren Schritte zum Schutz der Umwelt zu machen.
Zum Beispiel den Schritt zum Papierkorb… Viola Kleefisch