Vereinshaus  Kinderhospiz „Königskinder“
Häufiger hat man schon davon gehört oder gelesen: Kinderhospiz „Königskinder“,
auch von einem  Traumschloss war einmal die Rede…
Doch was ist das überhaupt, ein Hospiz? Was macht man dort? Wer arbeitet dort?
An einem verschneiten Samstagnachmittag wanderte ich, ausgerüstet mit meiner
Fotokamera,  durch ein ruhiges Waldstück, nicht weit von Telgte entfernt.
Mein Ziel war das Kinderhospiz „Königskinder“.
Als ich das unscheinbare Hinweisschild am Straßenrand, vor der Reha - Klinik „Maria
Frieden“ sah, wanderten meine Blicke  durch die Landschaft, auf der Suche nach dem 
Hospiz-Gebäude.
Ein älterer Herr,  mit einem Stapel Post unter dem Arm, erklärte mir auf die Frage,
wo ich das Kinder- Hospiz finden würde, dass auf diesem Gelände zurzeit nur das
Verwaltungsgebäude des Vereins, der sich seit Anfang 2007 gegründet hat, steht. Dabei
zeigte er auf ein dunkelrotes Backsteingebäude, hinter dessen Fenstern verschiedene
Königsfiguren zu erkennen waren.
 „Das leerstehende Schwesternwohnheim“, ein älteres kastiges Betongebäude, direkt
nebenan, „soll irgendwann abgerissen werden“, erklärte er weiter. An dieser Stelle sei
dann ein „Königskinder-Schloss“ geplant, dessen Pläne es auch schon gibt.
 „ Doch dazu fehlt noch jede Menge Geld“, meinte er. Seine Stimme klang dabei sogar
etwas traurig.  Hier könnten dann bis zu 12 todkranke Kinder und Jugendliche
in  liebevoller Atmosphäre gepflegt und deren Familienangehörige untergebracht
werden.
In dem Vereins- und Verwaltungsgebäude finden Treffen für Trauernde statt, die hier,
Dank Seelsorgeteam, Trost und Verständnis finden.    
Hier gehört es nun zu den vielseitigen Aufgaben der Hospiz-Mitarbeiter, die Kinder mit
verkürzter Lebenserwartung zu pflegen, mit ihnen zu spielen und den Eltern und
Geschwistern Tipps zur Unterstützung zu geben.
„Auch wenn man weiß, dass die Kinder mit einer lebensbegrenzenden Erkrankung
von uns gehen müssen, sehe ich doch gerne die strahlenden Gesichter, wenn man
mit Ihnen spielt und gemeinsam Spaß hat, “ teilte mir Maik  Kinne (33) (1. angestellte
Hospizmitarbeiter), mit.
Kinder im Alter von 6-12 Jahren, die einen Angehörigen verloren haben, oder verlieren
werden, können einmal im Monat den Königskinder-Klub besuchen.
Hier können sie weinen und traurig sein, aber auch lachen und fröhlich sein.
Im Königskinder-Klub wird gebastelt und geredet. Man darf einfach über alles reden,
ohne ausgelacht zu werden.
„Zur Trauerbewältigung helfen ganz oft Rudi und Felix, die beiden zahmen,
stubenreinen und gehorsamen Therapieschweine. Sie lassen sich streicheln und
drücken. Mit ihnen gibt es viele bewegende Momente und auch schöne Erlebnisse.
Man erzählt ihnen auch seine Sorgen“, so Anna Pein (Geschäftsführung, Initiatorin,
Vorstandsmitglied und Trauerbegleitung).
„Verwaiste Eltern“, d.h. Eltern, deren Kinder zu früh verstorben sind, können sich  jeden
1. und 3. Dienstag im Monat um 20.00Uhr in dem Vereinsgebäude treffen.
An diesem Ort dürfen Eltern ihre Ängste aussprechen  und wenn der Verlustschmerz
groß ist, auch weinen.
Dank der Organisation „Königskinder“, können Familien ihre Trauer besser bewältigen.
Schön wäre es,  wenn das  „Königskinderschloss“ nicht nur ein Traum bleiben würde.
„ Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln, nicht denen, die alles wägen
und nichts wagen wollen „ 
(Herodot)
            Quellenangaben
E-Mail Kontakt  mit Frau Anna Pein 
Telefoninterview  vom 11. Jan.2010 mit Maik Kinne 
Ausgabe der Königskinder-Zeitung 
Internetadressen www.kinderhospiz-koenigskinder.de 
geschrieben von:
Kerstin Frönd- Klasse 8 a