Auslandsbericht (Kanada)
>>>diesen Bericht als pdf-Datei zum Ausdrucken Ich, Friederike Altgelt, Schülerin der 10c, habe vier Wochen mit meiner Austauschpartnerin in Toronto verbracht. Von Anfang an war ich beeindruckt von der Größe der Stadt; Toronto hat 2,5 Millionen Einwohner und ist damit die größte Stadt Kanadas. Auffällig ist, dass die verschiedenen Nachbarschaften häufig wie kleinere eigene Städte wirken, da dort sehr viele Menschen gleicher Religion, Herkunft etc. leben. Ich habe mit meiner Gastfamilie „China-„ und „Greek Town“ besichtigt. Außerdem gibt es sehr viele Autos und kaum Fahrräder, weil diese einfach zu gefährlich wären2. Ich habe Elenas Schule, Havergal College, besucht, eine Privatschule für derzeit ca. 600 Mädchen zwischen 3 und 18 Jahren. Dort habe ich auch direkt am ersten Tag einen eigenen Stundenplan und eine „security swip card“ (zum Essen in der Kantine) bekommen und die Austauschkoordinatoren kennengelernt. Neben mir gab es in der Schule zur selben Zeit noch 13 andere Austauschschüler aus verschiedenen Ländern. Da ich eine Klassenstufe höher als Elena am Unterricht teilnahm, hatte ich keine Unterrichtsstunden mit ihr gemeinsam. Das kanadische Schulsystem funktioniert recht anders als das deutsche: Die Schule beginnt um 8 Uhr morgens und endet um 3.20 Uhr nachmittags; mittags gibt es eine Stunde Pause (das Essen in der Kantine war übrigens sehr gut). Pro Tag hat jede Schülerin vier Unterrichtsfächer und insgesamt acht. Daran teilzunehmen war für mich eine Herausforderung, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Besonders interessant waren natürlich die Fächer „Canadian History“, wo ich über die Vergangenheit des Landes gelernt habe, und „Band“, ein Kursorchester, das schon seit vier Jahren besteht. Von mir wurde verlangt, ganz am Unterricht teilzunehmen, das heißt alle Hausaufgaben zu machen, die Teste mitzuschreiben und mich mündlich zu beteiligen. Das stimmte aber mit meinen eigenen Vorstellungen überein und half mir, mich zu integrieren. Allerdings bekamen wir schon sehr viele Hausaufgaben; Elena und ich mussten oft bis in die Nacht daran arbeiten. Was auffällig war, war die hohe Bereitschaft zu lernen unter den Mädchen. Das Niveau aber auch die Ansprüche waren insgesamt sehr hoch. Dadurch, dass ich offen empfangen wurde und die anderen einfach auf mich zu kamen und mit mir sprachen, fühlte ich mich von Anfang an willkommen und hatte viel Spaß; auch mit Elenas Freunden und den anderen Austauschschülerinnen machte ich viel während der Schulzeit. Die langen Schulzeiten halfen wohl auch, diese Leute besser kennenzulernen. Nach der Schule und an den Wochenenden versuchten Elena und ihre Eltern, mir möglichst viel von Toronto und Kanada zu zeigen. Sie nahmen mich zum CN-Tower, eines der höchsten Gebäude der Welt, in eine andere kleinere Stadt, zu den größten Einkaufszentren, zu den Niagara-Fällen (sehr, sehr beeindruckend!!) und organisierten vieles mehr. Ich wurde fast so etwas wie ein Familienmitglied, da ich den Alltag der Familie mitbekam und daran teilnahm. Ich weiß nicht, ob das typisch kanadisch ist, aber die Herzlichkeit, die mich dort empfing, war schon außergewöhnlich. Sie planten sehr viel, um meinen Aufenthalt „perfekt“ zu machen, zum Beispiel hatten sie direkt für den ersten Tag 50 Freunde zu einer Party eingeladen. Mit Elena lachte ich viel in diesen vier Wochen, da wir acht Wochen lang jeden Tag miteinander verbrachten, lernten wir uns gegenseitig einfach sehr gut kennen. Elenas Familie ist von der Religion her griechisch-orthodox, insofern war es interessant, an Ostern bei ihnen zu sein. Die Traditionen sind schon anders als die, die ich gewöhnt bin. Insgesamt verging die Zeit wie im Flug, ich kann immer noch nicht glauben, dass meine Reise vier Wochen dauerte. Der Abschied in der Schule und der Familie war traurig, aber ich habe mir fest vorgenommen, wiederzukommen. (Vielleicht klingt das alles für manche zu positiv-aber ich weiß wirklich nicht, was ich Negatives schreiben könnte…)
>>>diesen Bericht als pdf-Datei zum Ausdrucken From Havergal to Marienschule My name is Elena Vorvis. For the month of March, I have had the privilege of attending Marienschule Münster as a visiting exchange student. I have had an excellent time here and wanted to take this opportunity to share my experience and what I’ve learned. I am 15 years old and my home is in Toronto, Ontario, Canada. I attend a girls’ school called Havergal College. Although German is not taught at my school, I did have a little exposure to the language. It was just enough to open up my appetite and so I wanted to learn more. That’s one of my main reasons for applying to an exchange with Marienschule. I was a little nervous on my first day of classes at Marienschule, especially since I was the only student from my own school to come here. But I was very fortunate to have Friederike and the Altgelt family as my hosts. And everyone at the Marienschule was so welcoming. Students spoke slowly to make it easier for me to understand. Many were eager to try out their English. The classes were interesting. I especially enjoyed my history class because I learned a lot about German history. I loved living in Münster this past month. I really enjoyed its architecture and history, the culture and the passionate fans at the Münster football game. Most of all, I really loved the fact that Münster has a bicycle culture. Bicycles and bike routes are everywhere! In Toronto, bicycles just don’t get the same respect. Münster is so centrally located too. My host family took me to Holland for a day, and to Hamburg for a weekend. During my final week, we’ll be going to a castle for an overnight school trip. In Canada, we are not so close to other countries. We have lots of open space and really only have one country as a neighbour –the USA! I am very grateful for the hospitality here in Münster. My exchange hosts, Friederike and the Altgelt family, have been wonderful. They really took such great care of me and I know that we will always be friends. I also want to say a special “thank-you” to the principal of the Marienschule, Herr Fischedick, for permitting me to attend on this exchange. I also want to thank Herr Reick for his guidance and for helping out with all of my exchange needs at the Marienschule. Lastly, I thank all of the students and teachers at Marienschule for their guidance and their friendliness. My experience here has been unforgettable. I’ll leave Marienschule with so many things:
I look forward to sharing my home, school and culture with Friederike. And finally, I leave with a strong desire to encourage other Havergal students to come on exchange with Marienschule. Marienschule and Münster, I thank you!
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