Erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Wieder einmal hat eine Klasse der Marienschule in Münster sehr erfolgreich am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen und den Landeswettbewerb in der Wettbewerbssprache Englisch gewonnen. Drei Schülerinnen der Klasse werden im Juni am Bundesentscheid in Erfurt teilnehmen; weitere drei Schülerinnen haben die Möglichkeit, den Klassenbeitrag im Rahmen der Preisverleihung in Düsseldorf Anfang Juni zu präsentieren. Unter dem Titel The Secrets ofPaintings erarbeiteten die Schülerinnen der Klasse 7d mit ihrer Englischlehrerin Friederike Wistokat ein kurzes Theaterstück. Es zeigt Familie Ellis, die mit ihren Kinder Judy und John eine Ausstellung in einer kleinen Galerie im British Museum besucht. Das anfängliche Desinteresse der Kinder an berühmten Gemälden weltbekannter Künstler wie Pablo Picasso, Edward Hopper, Georg Waldmüller oder Antoine Watteau schlägt schon nach kurzer Zeit in Staunen und Bewunderung um, als die Bilder zu sprechen beginnen. Mit unglaublicher Präzision und großer Konzentration stellten die Schülerinnen die Gemälde in selbst gefertigten Rahmen nach. Aus Gilles in Watteaus gleichnamigen Bild wird der berühmte Clown eines internationalen Zirkus, aus der einsamen Frau am Tisch in Hoppers Bild Automat wird Lina Automat, zu der die Lady with a Fan von Pablo Picasso Kontakt aufnimmt. Fasziniert ist Familie Ellis von der Frau in Grant Woods Gemälde American Gothic, die versucht, den Künstler anzusprechen und tief beeindruckt ist sie auch von der Rede des Skating Minister von Sir Henry Raeburn. Besonders die Kinder Judy und John empfinden Mitleid mit dem kleinen Jungen, der nach dem Tod seiner Eltern von seinem Großvater getröstet werden muß. Beide Figuren werden in Domenico Ghirlandaios Bild Der alte Mann und sein Enkel dargestellt. Sehr selbstbewusst gibt sich die junge Dame in Modiglianis Frau mit Krawatte, die als amerikanisches Fotomodell von einer Modenschau zur nächsten jettet. Natürlich fehlt nicht Hoppers berühmtes Gemälde Nighthawks. Aus der einsamen Person an der Theke schufen die Schülerinnen einen kurz zuvor verwitweten jungen Mann, der sich mit einem frisch verliebten Paar kurz vor der Hochzeit unterhält. Aus Georg Waldmüllers Junge(r) Bäuerin mit ihren drei Kindern am Fenster kreierten die Mädchen eine junge Mutter, die sich nichts sehnlicher wünscht als die Rückkehr ihres Mannes, der im englisch-französischen Krieg kämpft. Kurz bevor Familie Ellis, überwältigt von den Geschichten der Bilder das Museum verlässt, wird sie Zeuge eines Gesprächs zwischen zwei völlig identisch aussehenden Personen, die sich, wie auf dem Bild Tischgesellschaft von Katharina Fritsch, gegenübersitzen und eine vollkommen unverständliche Unterhaltung führen. Später, als die Familie die Galerie wieder verlassen hat, fragen sich alle: Haben uns die Bilder tatsächlich wahre Geschichten erzählt und uns ganz persönliche Geheimnisse preisgegeben? |