Europatag der Jahrgangsstufe 10
Am Dienstag den 6.05.2008 fand der von Frau Merkel ausgerufene Europatag der Schulen statt, der an der Marienschule von Herrn Berkemeier und Frau Haenlein organisiert wurde. Die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 der Marienschule informierten sich in Kleingruppen über verschiedene Themenbereiche, die zurzeit aktuell sind. Ein Thema, welches für Begeisterung sorgte, war der Beitritt der Türkei in die Europäische Union. Obwohl einige Vorteile herausgearbeitet wurden, waren die befragten Schülerinnen der Meinung, dass die Nachteile von bedeutenderer Wichtigkeit sind. „Aufgrund der Säkularität und der Nichtbeachtung einiger Menschenrechte könnte ich es nicht akzeptieren, wenn die Türkei mit in die EU aufgenommen werden würde“ , so die Schülerin Laura Schulera aus der Klasse 10a. Die Schülerin Paulina Tomczyk, der Klasse 10c, befasste sich mit dem Mittelmeer-Prozess in Bezug auf Marokko. Sie fand dieses Thema als sehr interessant und antwortete auf die Frage, wie sie zu einem möglichen Beitritt Marokkos steht mit: „Ich bin dafür, dass Marokko in die EU aufgenommen wird, weil wir mit der finanziellen Unterstützung der EU, Marokko zu einer besseren Infrastruktur und zu einer besseren Wirtschaft verhelfen können.“ Die Bearbeitung verschiedener Karikaturen der EU bereitete den motivierten Schülerinnen viel Spaß und Freude. Zudem entstand im Foyer des Musiksaals ein Zeitstrahl, der den Verlauf seit der Gründung der EGKS bis heute veranschaulichte.
Präsentation: Die Gruppe, die sich mit der Osterweiterung auseinandergesetzt hat, begann ihre Vorstellung der Ergebnisse mit einem informativen Theaterstück über die Kulturen von Slowenien, Polen und der Slowakei. Anschließend gaben die Schülerinnen ihre Meinungen ab über die verschiedenen Vor- und Nachteile für osteuropäische Länder, bei einem EU-Beitritt. Besonders in den Vordergrund wurden hierbei der Tourismus und die Arbeitsbedingungen gestellt. Weiter ging es mit der Streitfrage „Türkei-Beitritt, ja oder nein?“ Auch hier stellten die Schülerinnen ihre ausgearbeiteten Themen in Form eines sehr anschaulichen Rollenspiels, mit Anlehnung an die Sendung „Hart aber fair“ vor. Besonders als die Rechte von Frauen in islamischen Ländern angesprochen wurden, wurde die Stimmung im Musiksaal der Marienschule durch fesselnde Statements verschiedenen Schülerinnen angeheizt. Besonders die Aussage einer Schülerin regte die Mädchen der Jahrgangsstufe 10 zum Nachdenken an, da sie es bedauerlich fand, dass negative Einzelschicksale türkischer Frauen pauschalisiert werden. Die nächste Gruppe beschäftigte sich mit dem Mittelmeerprozess. Dieser wurde anhand von drei Beispielen, Marokko, Algerien und Tunesien, ausgearbeitet. Hierbei wurde besonders der Schwerpunkt auf eine mögliche Neudefinition der EU gelegt. „Was ist die EU, eine kontinentale Vereinigung oder eine bedingungsorientierte Gemeinschaft“. In einem anschließenden Stimmungsbild wurde deutlich herausgestellt, dass die Mehrheit der Marienschülerinnen für einen Beitritt von Ländern in die Europäischen Union sind, wenn sie die gesetzlich festgelegten Bedingungen erfüllen. Nach zwei Stunden intensiver Diskussion über die Europäische Union gingen die Schülerinnen gut informiert aus dem Musiksaal.
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