Projekt zur Auschwitz-Befreiung in der Marienschule

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Anlässlich des 60. Jahrestages der Auschwitz-Befreiung am 27.01.2005 hat sich der Leistungskurs Geschichte der Marienschule Münster entschlossen, aktiv zur Aufklärung der jüngeren Schülerinnen über den Holocaust beizutragen und sie so weiter für die Thematik, auch aufgrund aktueller politischer Ereignisse, zu sensibilisieren.

Zur Unterstützung des Projektes der Oberprimanerinnen hat die Villa ten Hompel eindrucksvolle Porträts des Fotografen Ralf Emmerich bereitgestellt. Diese Fotos der Serie „Über-Leben. Zeitzeugenporträts“ versuchen eine besondere Brücke von der Gegenwart in die Vergangenheit zu schlagen. So werden zur Zeit Großporträts von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung gezeigt und in der Intention des Fotografen symbolisch „nach Münster zurückgeholt“. Die Biographien dieser Zeitzeugen, die gemeinsam mit den Fotos vorgestellt werden, wurden von den Historikerinnen Gisela Möllenhoff und Rita Schlautmann-Obermeyer recherchiert und aufgezeichnet.

Neben den Fotografien beinhaltet die Ausstellung der Schülerinnen ebenfalls kreativ und anschaulich gestaltete „Stationen“ in verschiedenen Räumen der Schule, an denen alle Interessierten die Möglichkeit haben, sich über die Judenverfolgung im 3. Reich zu informieren. Dabei wird die Aufmerksamkeit der Betrachter durch ergreifende Symbole, wie z.B. einen Koffer mit einem Teddybären, eingefangen und auf diese Weise historisches Grundwissen übermittelt.

Die Ausstellung ist täglich während der Öffnungszeiten der Marienschule zu besichtigen. 

Kristina Langanke

01.02.2005