Am 12.03.04 führte die Klasse 6c neben dem englischen Theaterstück "Bed and Breakfast" auch das Stück
"Kleiner König Oedipus"
von Paula Bettina Mader auf.
In
dem Stück geht es um den kleinen Oedipus, der seine Eltern Iokaste und Laios in
Theben verlässt, da diese die Erfüllung eines Fluchs zu befürchten haben,
wenn er bei ihnen bleibt. Oedipus trifft die in eine Kuh verwandelte Io und lässt
sich von Periboia als Mutterersatz verwöhnen. Er möchte nicht gerne groß
werden, das machte er auch einem gleichaltrigen Mädchen klar, das ihn heiraten
will.
Auf dem Weg nach Theben, wo er die Bewohner von der Sphinx, einem sehr unangenehmen Wesen, befreien will, trifft er aus Zufall auf Laios, seinen Vater. Oedipus erkennt ihn jedoch nicht. Sie geraten in einen Streit. Aufgrund eines Unfalls stirbt Laios. Nachdem Oedipus erfolgreich die Sphinx bekämpft und ihr Rätsel gelöst hat, heiratet er, so wie das Gesetz es verlangt, die Witwe des verstorbenen Königs, also seine eigene Mutter Iokaste.
Nachdem er dies durch den Seher Theiresias erfahren hat, verzweifelt er und wird durch seine Trauer blind. Gemeinsam mit Io, die er schließlich wiedertrifft, durchwandert er nun die Welt.
Hier
sind einige Gedanken der Schülerinnen zu der Aufführung des Stückes:
Wenn ich mir das Stück nochmal durch
den Kopf gehen lasse, finde ich, dass wir viel geschafft haben. Es macht mir
aber auch Spaß, wenn ich sehe, dass meine Familie mitlacht.
Ich habe mich teilweise gewundert,
dass ich den Mut habe auf der Bühne zu stehen, in ziemlich dämlichen Kostümen,
und mit meinen Freundinnen zu singen.
Als ich auf der Bühne stand, war ich
etwas aufgeregt und total glücklich.
Ich fand es gut mit der ganzen Klasse
ein Stück zu spielen, weil man alle dann ein wenig anders sieht und sich immer
wieder wundert (ich jedenfalls!), wie gut sich alle in ihre Rolle
hineinversetzen.
Am Anfang war ich ziemlich aufgeregt,
aber als ich auf der Bühne stand, war ich eigentlich ganz ruhig. Auf der Bühne
zu stehen, wo nur ein Lichtstrahl auf mich leuchtet, ich richtig aufregend.
Ich habe mich öfters über mich
selbst gewundert, weil mir das normalerweise peinlich ist, wenn ich vor Leuten
singen muss, aber diesmal war es mir nicht peinlich.
Für mich hat es bedeutet, mit allen
gemeinsam etwas aufzuführen, dass ich als die Person, die ich gespielt habe
z.B. eine andere Mutter hatte oder jemand, mit dem ich früher gar nichts zu tun
hatte, plötzlich mein Bruder war.
Ich habe mich bei den Proben manchmal
über mich selbst gewundert, weil ich früher viel, viel zu leise gesprochen
habe. Das ist jetzt schon besser.
Vor der Aufführung habe ich gedacht,
dass ich nicht richtig ernst sprechen kann, bei traurigen Dingen oder bösen.
Doch dann habe ich gemerkt, dass es doch geht. Es ist ein schönes Gefühl.
Es war schön zu lernen, wie man sich
in andere Rollen versetzt: Wie sie vom Charakter her sind, wie sie aussehen und
was für Talente und Besonderheiten sie haben.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, die
Texte zu schreiben, zu proben und vorzuführen. Alle gemeinsam haben an etwas
gearbeitet. Das war toll!
Irgendwie ist das wie Schokolade (das
Theaterspielen), man will immer mehr davon, immer größere Rollen. Mit den
Anderen zusammen hat es noch mehr Spaß gemacht, da man sich gegenseitig Tipps
gegeben hat.
Ich habe beim Spielen auf der Bühne
manchmal ganz andere Seiten in mir entdeckt. Ich habe mir nie zugetraut in so
viele Gesichter zu sehen.
Ich habe mich, als ich auf der Bühne
gestanden habe, sehr gut gefühlt und das Spielen hat mir viel Spaß gemacht,
weil ich gemerkt habe, dass ich Theater spielen kann.