Die Geschichte und Gegenwart des Collegium Marianum sind geprägt von Gemeinschaft, Solidarität und Nächstenliebe. Es besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts uns war damals ein Internat für Ordensfrauen in Ausbildung zum Lehrberuf. Geprägt wurde diese Zeit unter anderem von der heiligen Edith Stein. Sie lebte als Dozentin im Collegium Marianum und setzte ihr vielgestaltiges Wirken von dort aus fort. Nach dem Krieg, in dem das Gebäude vollkommen zerstört wurde, begann ein neues Kapitel für das Marianum: Nach seinem Wiederaufbau wurde es zum Studentenwohnheim und somit für eine gewisse Zeit auch zum Zuhause für den Theologen Karl Rahner. Dieser verfasste einen bedeutsamen Teil seiner theologischen Werke im Collegium Marianum und bleibt auch heute als bedeutender Bewohner des Marianums in Erinnerung. Der ehemalige Hausbewohner Weihbischof Stefan Zekorn erinnerte in seiner Predigt zum 60-jährigen Bestehen des Wohnheims an seine besondere Zeit im Marianum. 

Schon damals, zu Beginn der 90er Jahre, war Johannes Fleer Heimleiter. Ein vielseitig engagierter Telgter der seit mehr als 25 Jahren an der Stelle zahlloser Studierender wirkt, "die ihn als lieben Kerl zu allen Zeiten zu schätzen gewusst hätten". Er trägt dazu bei, dass die im ersten Satz erwähnten Werte fortbestehen und somit nicht nur die Geschichte und Gegenwart des Marianums, sondern auch seine Zukunft prägen.