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Sachverhalt und Fragen :
Die aktuellen
Pressemeldungen zur Lage der WestLB AG zeigen die finanziellen
Turbulenzen auf, in denen sich die Bank befindet, und lassen zugleich
Vermutungen über künftige Kooperationsmodelle zu. Durch die
Entwicklungen der letzten Wochen steht zu befürchten, dass auch die
Vermögenswerte aus der Beteiligung des LWL negativ beeinflusst werden
könnten.
Vor diesem
Hintergrund bitten wir die Verwaltung um aktuelle Erläuterungen zur Lage
und zu den Perspektiven der WestLB AG und um Beantwortung der folgenden
Fragen:
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Nach
Meldungen der Financial Times Deutschland vom 30.08.2007 sind durch
den Eigenhandel mit Aktien (Wette auf den Spread zwischen Vorzugs-
und Stammaktien von VW-, Metro- und BMW-Aktien) Verluste bei der
WestLB AG in Höhe von 604 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007 zu
verzeichnen.
Waren die Vertreter des LWL in den Gremien der WestLB AG über diese
risikoreichen Geschäfte ausreichend und frühzeitig informiert?
Wenn nein: Welche Maßnahmen erwägt der im Aufsichtsrat vertretene
Landesdirektor, um mehr Transparenz zu schaffen, damit künftig
ähnlichen Entwicklungen frühzeitiger begegnet werden kann?
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Sind
dem LWL über seine Vertretung im Aufsichtsrat der WestLB AG die
Strategien des neuen Vorstandes bekannt, mit denen die o.a. Verluste
der Bank aufgefangen werden können bzw. die Werthaltigkeit der
LWL-Beteiligung erhalten werden kann?
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In den
Medien werden neue Kooperationsmodelle der WestLB AG mit anderen
Landesbanken diskutiert. Hat der Landesdirektor des LWL eine
Präferenz für eine der diskutierten Varianten? Welches sind die für
den LWL wichtigen Kriterien bei der Entscheidung über eine mögliche
Zusammenarbeit? Können bei einer Kooperation der WestLB AG mit
anderen Landesbanken die Vermögenswerte aus der LWL-Beteiligung
bewahrt werden?
Gibt es aus Sicht des LWL auch die Perspektive, dass die WestLB AG
allein einen Weg aus der Krise findet und wieder erfolgreich
arbeiten kann?
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Kann
der LWL im Aufsichtsrat der WestLB AG positiv auf den Erhalt der
Arbeitsplätze bei der WestLB AG in Nordrhein-Westfalen und am
Bankenstandort Münster hinwirken?
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Mit
welchen Strategien oder konkreten Vorschlägen wird der LWL im
Aufsichtsrat der WestLB AG gegen den erlittenen Imageverlust der
Bank (fehlerhafter Aktienhandel, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
gegen Mitglieder des Vorstandes) angehen?
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Hat der
Aufsichtsrat der WestLB AG seine Kontrollpflichten in ausreichendem
Umfang wahrgenommen oder trägt er nach Einschätzung der Verwaltung
Mitverantwortung an dem neuen finanziellen Desaster der Bank?
Hätten aus Sicht der Verwaltung nicht innerhalb der WestLB AG
rechtzeitig Risikokontrollstrukturen geschaffen werden müssen, um
auf eine solche krisenhafte Entwicklung schneller reagieren zu
können? Warum ist dies nicht geschehen? Wie müssten solche
Kontrollstrukturen für die Zukunft aussehen?
gez. Ulla
Weiß, Peter Saatkamp
(Fraktion Bündnis 90/GRÜNE)
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