GERMANISCH-BALTISCHE BEZIEHUNGEN IN DER VERGANGENHEIT |
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Aus dem Buch “Geschichte des Baltikums” Alexander Schmidt |
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“Die Germanen erschienen, vergröbert dargestellt, in drei Wellen. Die erste Welle brachte die Goten, die auf dem Zug von ihrer skandinavischen Halbinsel über die Ostsee zur Weichselmündung und weiter südostwärts zur südrussischen Ebene waren. Sie berührten das Siedlungsgebiet der Balten nur im äußersten Südwesten, es waren also Preußen, mit denen sie zusammenkamen. Reibereien dürfte es kaum gegeben haben. Dennoch, so lose der Kontakt war, hinterließ er doch einige nicht zu übersehende Spuren bei den Balten. Ein Grund dafür dürfte gewesen sein, daß dieser an sich lose Kontakt lange andauerte, nämlich mindestens die ersten zwei nachchristlichen Jahrhunderte. Neben archäologischen Funden sind es vor allem spachliche Entlehnungen, die die Nachbarschaft von Balten und Goten bezeugen. So dürfte das lettische und ebenfalls litauische Wort alus für “Bier” aus dem Gotischen entlehnt sein. Ob die Kunst des Brauens- Bier war neben Met das beliebste Getränk der alten Balten- ebenfalls mit den Goten gekommen ist, muß vorerst ungeklärt bleiben. Die zweite Welle der Germanen ist schon folgenreicher: die Wikinger, Normannen, Schweden. Sie kammen als Eroberer, als Räuber. Wütende Kriege führten sie mit den Völkern des Baltikums. Kurland war ihnen als Folge eines solchen Krieges lange tributpflichtig. Desgleichen große Teile von Estland. Dennoch, das Baltikum blieb für die Wikinger in der Haupsache Durchgangsland. ... Die Zeit der Wikingerzüge kann man zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert ansetzen. Die dritte Welle der Germanen brachte Dänen und vor allem Deutsche. Diese sollten die baltische Geschichte für die nächsten siebenhundert Jahre nicht unwesentlich bestimmen. Die Welle der Deutschen begann mit der “Aufsegelung Livlands”, um die Mitte des 12. Jahrhunderts.” |
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Aus dem Buch vom Dr. Wilhelm Storost-Vydunas “Sieben Hundert Jahren Deutsch-Litauischer Beziehung” |
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“In der Gegenwart muß es in ganz besonderem Maße erstaunlich scheinen, daß es gerade Polen waren, die sich mit dringenden Bitten an Deutsche wandten, ins Aistenland, genauer in unsere Heimat zu kommen. Gewöhnlich wird die Fahrt des Deutschen Ritterordens nach dem Prußenlande mit dem Mißerfolg verschiedener ““Heidenbekehrer” aus Deutschland, Böhmen oder Pommerellen in Verbindung gebracht. Das sollte nicht geschehen. Die slawischen (polnischen, masurischen) Herren wollten sich auf Kosten der südwestlichen Gaue des Baltenlandes, der Heimat von Zweigen der Prußen, bereichern. ...Nun wandten sich diese an den Deutschen Ritterorden. Und die Not der Slawen weckte einen Widerhall in der deutschen Brust. ... Auf die Einladung zur Fahrt gegen die Prußen erwiderte der Hochmeister mit langen Verhandlungen, an denen sich auch der Papst und der Kaiser beteiligten. Der Hochmeister wollte nämlich Herr der Prußen und ihres Landes werden. und Papst und Kaiser sicherten es ihm zu. Sie hielten sich eben für die Herren der Welt, die auch ein Land und Volk wie sonst eine Sache verschenken könnten. Aber es ist der unsterbliche Ruhm der Aisten (der Prußen, der Litauer), daß sie aus dem Gefühl ihrer Menschenwürde dem nicht tatenlos zustimmten. Wohl mögen sie nichts von jenem Handel gewußt haben. Aber der wurde bald ganz deutlich. Der Deutsche Ritterorden eroberte das Land. So heißt es oft kurz und einfach. Und das klingt fast harmlos. Aber wenn man bedenkt, daß mit dem Auftreten der Ritter an der Weichsel für das Baltenland eine fast ununterbrochene Kriegszeit von beinahe 200 Jahren heraufkam, dann wird jene Eroberung doch wohl anders gewertet werden müssen. Über die ersten 50 Jahre jener Kriegszeit schrieb der deutsche Gelehrte Dr. W. Pierson in seiner Preußischen Geschichte S. 90: “Die Blutarbeit eines halben Jahrhunderts war beendet; über den Trümmern des Heidentums stand siegreich für immer das Kreuz” Der ganze Inhalt dieses Wortes sollte empfunden werden. Es ist von einem Menschen unserer zeit geschrieben worden. Man denke es nur durch! Das Düstere jener Zeit wird dann erst recht merkbar, wie auch die Verständnislosigkeit dessen, der so sprechen konnte. Das Wort verbindet das Christentum, die “Religion der Liebe” mit der “Blutarbeit eines halben Jahrhunderts”. So war man also und so ist man noch nicht fähig zu empfinden, was das Christentum eigentlich bedeutet. Und so wurde dann die “Blutarbeit” getan. “
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1914 - 1918 Der Erste Weltkrieg 1939.08.23. Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UDSSR. “Zusatzprotokoll”: die baltische Staaten und Finnland kommen zur sowjetischen “Interessensphäre”. 1940.06.15-17. Besetzung der baltischen Staaten durch sowjetischen Truppen 1941-1944 Besetzung durch die deutsche Wehrmacht.
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