Taxonomische Einordnung
Die Libellen sind innerhalb der Klasse der Insekten eine Ordnung und gehören zu den gefährdeten und geschützten Tiergruppen in Deutschland.
Sie gruppieren sich in zwei Unterordnungen: Die Kleinlibellen (Zygoptera) und die Anisoptera
(Großlibellen).
Beide unterscheiden sich oft- wie der Name schon sagt- in ihren Körpergrößen.
Körperbau
Eindeutige Merkmale sind aber die Flügel: Bei den Großlibellen sind die Flügelpaare ungleich groß und
in der Ruhestellung vom Körper abgespreizt. Bei den Kleinlibellen sind beide Flügelpaare gleich groß und in der Ruhestellung über dem Körper zusammengelegt (Foto, Aufnahme: C. Göcking).
Beiden Grupppen gemein ist Ihr ähnlicher Körperbau mit dem oft auffälligen langen Hinterleib, dem
Abdomen. Klein ist der Brustbereich mit den hier ansetzenden
Flügelpaaren. Auffällig ist der bei vielen Arten große Kopf. Dieser ist sehr beweglich, so daß er gut bei der Jagd
eingesetzt werden kann.
Lebensweise und Fortpflanzung
Libellen leben räuberisch und haben deswegen kräftig ausgebildete Mundwerkzeuge.
Ihre Beute besteht aus anderen Insekten, die im Flug gefangen werden.
Für Menschen sind diese schön gefärbten Tiere jedoch ausnahmslos ungefährlich.
Sie stechen und beißen nicht. Besonders die Großlibellen sind mit
ihren kräftigen Flügeln in der Lage, sehr schnell und gewandt zu
fliegen. Im Frühling, Sommer und Herbst paaren sich die Libellen. Dazu greift ein Männchen
mit seinen Hinterleibsanhängen ein Weibchen, wobei der Kopf oder die Vorderbrust des Weibchens umklammert wird.
Das Weibchen biegt dann das Ende seines
Hinterleibs an den vorderen Hinterleib des Männchens, so daß es zur Begattung kommt.
Die dabei gebildete Figur wird als Paarungsrad bezeichnet (Foto, Aufnahme: C. Göcking).
Das Weibchen legt daraufhin die befruchteten Eier in ein Gewässer oder in Gewässernähe an Pflanzen ab.
Das Larvenstadium
Aus den Eiern schlüpfen Prolarven
, die schnell durch eine Häutung zum Stadium der Larven übergehen. Die Larven verbringen zumindest die Zeit bis zum nächsten Frühjahr bzw. Sommer
im Wasser, einige Arten sogar mehrere Jahre.
Die Larven häuten sich des öfteren.
Auch sie leben karnivor und fressen z.B. Flohkrebse, Würmer, aber auch
kleine Fischchen oder andere Libellenlarven. Durch eine Umwandlung gestalten
sich die Libellen zu den fliegenden, adulten Tieren, wie
man sie aus dem Sommer kennt. Dazu müssen die Larven schließlich an Land kommen und sich ein letztes Mal häuten.
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