Lepramuseum
Münster-Kinderhaus

Liebe Besucher . . . . . . . . .

wenn Sie die Räume des bisher einzigen Lepramuseums in Deutschland betreten, machen Sie die Bekanntschaft mit einer der ältesten und furchtbarsten Krankheiten der Welt. Noch immer ist die Lepra ein Weltseuchenproblem. Bis heute gibt es noch 1 Million registrierte Leprakranke in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Lepra auch in Europa noch endemisch und sie kommt noch heute bei uns sporadisch vor. Unsere Vorfahren kannten und fürchteten den Aussatz, wie Martin Luther das griechische Wort Lepra in der Bibel übersetzte. Ein sprechender Ausdruck, denn die Diagnose Aussatz brachte den Betroffenen zwar nicht den physischen, aber den sozialen Tod. Die von der Lepra Befallenen mussten die menschliche Gemeinschaft verlassen. Anders, als dass man Aussätzige aussetzte, wusste sich die Gesellschaft der Gesunden nicht zu helfen. Daher gibt es keine alte europäische Stadt, die nicht in Flur-, Straßen- oder Hausnamen, in Kapellen, Spitälern oder anderen Gebäuden die Erinnerung an die Leprösen, Melaten, Sondersiechen, Miselsüchtigen, Aussätzigen oder armen Kinder Gottes bewahrte, wie hier in Münster-Kinderhaus, wo Sie das Haus der Kinder Gottes betreten können, um die Geschichte, Verbreitung und Bekämpfung der Lepra kennenzulernen.

Prof. Dr. med. Richard Toellner

Wann und wie Sie uns erreichen, können Sie auf der Seite "Wegweiser" nachlesen.

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© Gesellschaft für Leprakunde e.V. Münster

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