Dokumentation:

Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Sachsen . . . . .


Ort Ersterwähnung Lage Bezeichnung Patrozinium Überreste / Funktionswandel Flur-/Straßenname
1 Leipzig 1278







1213

vor dem
Johannistor






vor dem
Ramstädter Tor
an der Pleiße

Leprosenhaus
St. Johannes mit
Kapelle und
Friedhof




Leprosenhaus
St. Johannes







St. Georg
im 15. Jahrhundert
auch Hospital für
Syphiliskranke,
seit 1569 auch Altenheim,
heute Grassimuseum;
alter Friedhof

1631 zerstört

2 Wurzen ? vor 1552 im Norden Siechenhaus      
3 Oschatz ? vor Reformation   Hospital mit Georgkapelle St. Georg    
4 Grimma 13. Jahrhundert   Hospital St. Georg
mit Kapelle für
Aussätzige
St. Georg    
5 Borna ? 1564 vor dem Altenburger
Tor
Hospital St. Georg
1637 abgebrannt
6 Döbeln ? Mittelalter östlich der Stadt Hospital zum
fernen Siechen

   
7 Zwickau 1284 Niedere Vorstadt Johanneshospital
für Aussätzige
St. Johannes 1505 als „Franzosenhaus“
genutzt

8 Reichenbach?
  Siechenhaus für
Aussätzige
    „Siechenwiesen“
9 Plauen 1255 vor der Stadt Leprosenhaus    
10 Lößnitz ? 1286 vor dem Hospitaltor Hospital mit
Georgkapelle und
Friedhof
St. Georg Friedhofskapelle
11 Geyer ? um 1500
vor der Stadt
an der Straße
nach Zwönitz
Hospital mit Friedhof
und Kapelle
St. Wolfgang Friedhofskapelle
12 Chemnitz 1365 vor dem
Klostertor
Siechenhof zum
hl. Geist
hl. Geist 1836 abgebrochen
13 Freiberg



?
um 1250 nordwestlich
vor der Stadt


nordöstlich vor der Stadt
Fernesiechenhospital
für Männer
und Frauen

Siechenhaus
St. Bartholomäus 1843 abgebrochen  
14 Dresden



?
nach 1250



1517
am heutigen
Freiberger
Platz

südöstlich Brückenhospital
Bartholomäushospital
für aussätzige
Frauen

Neubau für Männer
und Frauen
St. Bartholomäus    
15 Großenhain ?   vor dem Wildenhauser
Tor
Jakobshospital mit
Kapelle
St. Jakob
1850 und 1884 abgebrochen
16 Görlitz 1298 außerhalb der
Stadt
„domus leprosorum“
„Siechen uf dem
Velde“
St. Jakob 1567 als „Franzosenhaus“
genutzt

17 Zittau? 1303   Hospital St. Jakob
mit Kapelle
St. Jakob  

Jürgen Belker-van den Heuvel, Münster


© Gesellschaft für Leprakunde e.V. Münster 2006

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