Lepra heute . . . . . . . . .

Nachdem die Lepra zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurückgegangen war, fand sie Ende des 19. Jahrhunderts wieder das Interesse der Öffentlichkeit. Einerseits stieß man in den afrikanischen und fernöstlichen Kolonien auf Leprakranke, andererseits begann man im preußischen Gesundheitsministerium durch eine Fragebogenaktion mittelalterliche Leprosorien in Deutschland ausfindig zu machen und man machte sich bewusst, dass Leprakranke in Ostpreußen lebten. In Anlehnung an die mittelalterlichen Leprosorien errichtete man schließlich 1899 in Memel eine Leprastation, deren Geschichte sich bis 1944 verfolgen läßt.

Ab 1975 stieg die Zahl der gemeldeten Lepraerkrankungen in Deutschland für einige Jahre wieder an. Von 1975 bis Ende 2013 wurden vom Bundesgesundheitsamt bzw. dem Robert-Koch-Institut insgesamt 200 Leprakranke registriert. Sämtliche Erkrankungen werden als eingeschleppt angesehen. Für das Jahr 2013 wurde 1 Erkrankung mitgeteilt.

Lepraerkrankungen in Deutschland 1975 bis 2013

Lepraerkrankungen in Deutschland 1975 bis 2013

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© Gesellschaft für Leprakunde e.V. Münster

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