25. Mai 2010
Am Montag, den 17.05.2010 erlebten die 10. Klassen der Karl-Wagenfeld-Schule eine etwas andere Geschichtsstunde: Rainer Dellmuth, ehemaliger Insasse des Stasi-Gefängnisses Berlin-Hohenschönhausen, berichtete von seinen Erlebnissen und seinem Schicksal als kritischer Bürger der ehemaligen DDR.
Sein Vortrag, der durch die Konrad-Adenauer-Stiftung finanziert wurde, brachte den Jugendlichen die jüngste deutsche Geschichte spürbar nahe. So erfuhren sie, wie es mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung im Arbeiter- und Bauernstaat stand und was es hieß, als Jugendlicher in einem Stasi-Gefängnis inhaftiert zu sein.
Durch Dellmuths Berliner Dialekt und seine flotten Sprüche nach typischer Berliner Redensart gelang es ihm, die Schüler für dieses jüngste Kapitel der deutschen Geschichte zu interessieren. Historische Fakten sowie seine persönlichen Schilderungen ergaben eine lebhafte Ergänzung zum Geschichts- und Politikunterricht an der KWS.