Dieter Böhm, Horst Buchterkirche, Ludwig Degener, Paul Deing, Helmuth Gerritzmann, Wilhelm Grein, Heinrich Hoffhaus, Paul Kock, Herbert Kyeck, Hans Lammers, Josef Lechtermann, Winfried Müer, Egon Schäfer, Siegfried Schäfers, Hans Scholten, Bernhard Sühling, Egon Teigelkötter
P. Paul Deing war 1969-73 Lehrer am KvG.
Einladungskarte zur Abiturfeier mit der Darstellung des damals im Bau befindlichen Hauptgebäudes
Erinnerungen
Nach bestandener Aufnahmeprüfung, die damals noch vorgeschrieben war, begann meine „Pennälerzeit“ mit dem ersten Schultag in der Sexta am 27. Mai 1947. Durch den Wechsel von der Volksschule in Rinkerode zu dem Gymnasium in Hiltrup trat erstmals ein Wechsel in dem bisher gewöhnten Lebensrhythmus ein. Das traf jedoch nicht nur mich, sondern auch meine bisherigen Klassenkameraden aus der Volksschule, die nunmehr mit mir zum Gymnasium nach Hiltrup fuhren. Da wir uns damals noch in der Vorwährungszeit befanden und als Fahrschüler und Externe mit dem Zug fahren mussten, kann ich mich noch gut daran erinnern, dass wir sehr oft nur auf dem Trittbrett des Zuges Platz gefunden haben, was teilweise sehr gefährlich war. Die Züge waren in dieser schlechten Zeit meist überfüllt wegen der vielen „Hamsterer“ aus dem Ruhrgebiet, die in das Münster- und Emsland fuhren, um sich die notwendigsten Lebens- und Grundnahrungsmittel zu besorgen. Die Trittbretter waren meistens noch mit gefüllten Kartoffelsäcken beladen. Erst nach der Währungsreform normalisierten sich die Verkehrsverhältnisse.
Die räumlichen Verhältnisse in der Schule waren zunächst auch sehr beengt, da sich die Klassenräume in dem alten Klostergebäude befanden. Dies besserte sich jedoch nach der Währung ebenfalls. Es wurde ein neuer Schultrakt gebaut. Außerdem wurde ein Sportplatz hergerichtet. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir Fahrschüler morgens vor dem Unterricht und mittags kurz vor Abfahrt des Zuges auf dem bekannten Steinplatz heiße Fußballschlachten ausgetragen haben, da ein eigener Sportplatz zunächst nicht zur Verfügung stand. An eine Turnhalle war überhaupt nicht zu denken. Für uns gab es im Sportunterricht nur die Möglichkeit, Sportarten zu betreiben, die im Freien ausgeübt werden konnten. Das waren in erster Linie Fußball, Handball, Schwimmen und leichtathletische Übungen.
Ich meine, diese damaligen äußeren Umstände einmal in das Gedächtnis zurückrufen zu dürfen, weil viele bei den heutigen perfekten Verhältnissen sich gar nicht mehr vorstellen können, unter welchen Bedingungen und Verhältnissen wir damals das Gymnasium besucht und Sport getrieben haben. Trotzdem haben wir auch sehr viel Spaß und Freude beim Lernen und beim Sport gehabt.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch an unseren späteren Sport- und Kunstlehrer, Herrn Deutsch, der ein eingefleischter Fußballer und Anhänger von Preußen Münster war. Er ließ uns in der Turnstunde meistens Fußball spielen. Wenn Preußen Münster jedoch verloren hatte und er von uns Schülern gehänselt wurde, durften wir nicht Fußball spielen. […]
Oberprima [Klasse 13] mit Herrn Feldmann
Untersekunda [Klasse 10] 1952/53
Im übrigen möchte ich feststellen, dass ich meine alte „Penne“ in den neun Jahren gerne besucht habe und dass der Geist, der dort herrschte, sowie die Lehrer, die mich unterrichtet haben, meinen weiteren Lebensweg entscheidend beeinflusst und geprägt haben. Wohltuend war es immer, dass zwar Leistung verlangt wurde, aber auch die menschlichen Beziehungen und das menschliche Verhältnis im Vordergrund standen. Ein Schüler wurde nicht nur nach seiner Leistung, sondern auch nach seiner Persönlichkeit mit all' seinen Stärken und Schwächen beurteilt. Es wurde immer viel Verständnis für Fehler und menschliche Schwächen, die sicher jeder Schüler hatte, aufgebracht. Auch die tiefe Religiosität, die an dieser Schule herrschte, hat sicherlich manchen Schüler für sein weiteres Leben beeinflusst. […]