Letzter Literaturtreff mit Franz-Josef Lütke Schelhowe am 9. Mai 2007 |
||
| 7. November 2007 | 8. August 2007 |
|
Marina Lewycka: Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch dtv 2006, 359 S. Als Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will, löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Sein neuer Schatz ist eine üppige Blondine, aus der Ukraine wie er auch, mit einer Vorliebe für grüne Satinunterwäsche, Fertiggerichte und hochtechnisierte Kücheneinrichtungen. Nadia ist sofort klar, dass diese Frau vor nichts haltmachen wird, um ihre ehrgeizigen Träume zu verwirklichen … Marina Lewycka (* 1946 in Kiel) ist eine britische Schriftstellerin ukrainischer Abstammung. |
Irene Dische Großmama packt aus dtv 13521, 379 S. Die gute Katholikin Elisabeth Rother kennt kein Tabu, ganz egal, ob es sich um ihr Ehebett, um die Juden, um den Lieben Gott oder um die Gestapo handelt. Allerdings gibt es keine Katastrophe, nicht einmal die Flucht nach Amerika oder der Zweite Weltkrieg, die sie so sehr beschäftigt wie ihr weitverzweigter Clan. Irene Dische löst ein ewiges Problem der Literatur: das der Autobiografie. Bekanntlich verstrickt sich jeder in ein Lügenknäuel, dersein eigenes Leben beschreiben will. Aus diesem Dilemma befreit sich die Autorin, indem sie sich dem gnadenlosen Blick ihrer überlebensgroßen Großmama aussetzt. |
| 9. Mai 2007 | 7. Februar 2007 |
| Zeruya Shalev: Mann und Frau Berliner Taschenbuch Verlag 76094,399 S. Udis und Na'amas leben seitJahrzehnten zusammen; sie haben sich in ihren Kindertagen kennen gelernt; es gibt eine zehnjährige Tochter. Der Mann ist als Fremdenführer tätig, und die Frau arbeitet in einem Heim für schwangere Mädchen. Doch die Ehe ist in eine Sackgasse geraten. Beide Partner sind vor allem damit beschäftigt, sich gegenseitig zu zermürben. Udi reagiert darauf mit den unterschiedlichsten körperlichen Symptomen. Daher bringt Na'ama ihren Mann zu einer jungen Heilerin, die erkennt, dass sich die ganze Familie einem kathartischen Prozess unterziehen muss. Das Ergebnis ist, dass Udi zu der Ärztin zieht und Na'amaeine Affäre mit einem Architekten beginnt. Und doch finden am Ende Na'ama und Udi auf dem weiten Feld der ehelichen Zweisamkeit wieder zueinander. Zeruya Shalev wurde im Kibbuz Kinneret (Israel) geboren. Sie studierte Bibelwissenschaften und arbeitet heute als Schriftstellerin und Verlagslektorin in Jerusalem. Berühmt wurde sie mit ihrem Roman "Liebesleben", der zum internationalen Bestseller wurde. |
Amos Oz Eine Geschichte von Liebe undFinsternis st 3788, 829 S. Das Jerusalem der vierziger Jahre ist ein Fluchtpunkt für jene, denen es gelungen ist, den Nazis zu entkommen, und die entschlossen sind,sich nie wieder demütigen zu lassen. Zu ihnen gehören auch Arie und Fania. Ihr Sohn Amos träumt davon, eines Tages wie die Pioniere im Kibbuz zu sein, gelassen und stark Statt dessen ist der empfindsame Junge mit der Geschichteseiner weit verzweigten, aus Osteuropa geflohenen Verwandtschaft konfrontiert - die von der Furcht vor Mikroben besessene Großmutter Schlomit, der berühmte Gelehrte Onkel Joseph und der so elegante wie lebenslustige Großvater Alexander. Vor allem aber ist es das Schicksal seiner Eltern, das ihn sein Leben lang beschäftigen wird: zwei liebenswürdige Menschen, die einander nur Gutes wünschen und deren Ehe doch in einer Tragödie zu enden droht. |