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| 8. 9. 2004 | 5. 5. 2004 | 4. 2. 2004 |
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Jonathan Franzen Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomische Malaisen. Der älteste, Gary, stellvertretender Direktor einer Bank und Familienvater, steckt in einer Ehekrise und versucht mit aller Macht, seine Depressionen klein zu reden. Der mittlere, Chip, steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere als Literaturprofessor, aber Liebestollheit wirft ihn aus der Bahn, und er findet sich in Litauen wieder als verlängerter Arm eines Internet-Betrügers. Und das jüngste der Lambert-Kinder, die erfolgreiche Meisterköchin Denise, sinkt ins Bett eines verheirateten Mannes und setzt so, in den Augen der Mutter zumindest, Jugend und Zukunft aufs Spiel. Jonathan Franzen, 1959 in Western Springs/Illinois geboren, wuchs in einer Vorstadt von St. Louis auf. Er studierte in den USA und in Deutschland und lebt heute in New York. Für seinen Bestseller-Roman „The Corrections“ erhielt er 2001 den National Book Award. |
Philip Roth: Coleman Silk, Professor an einer noblen Ostküsten-Universität, wird wegen einer unbedeutenden Äußerung als Rassist abgestempelt. Eine glanzvolle Karriere endet abrupt. Jahre später holt die Liebesaffäre mit einer sehr viel jüngeren Frau den gebrochenen Mann ins Leben zurück Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Eine Hexenjagd beginnt, die tragisch endet, und ein unheilvolles Geheimnis tritt zutage, das Coleman Silk über fünfzig Jahre gehütet hatte. Philip Roth wurde 1933 als Sohn jüdischer Eltern in New Jersey geboren. Nach dem Studium folgten Lehrtätigkeiten an mehreren Universitäten in den Vereinigten Staaten. Seit 1965 lebt er vorwiegend in New York. Sein Werk wurde mit zahlreichen Literatuipreisen ausgezeichnet. Für Louis Begley (FAZ) ist er „schlicht und einfach der größte Romancier, der heute in englischer Sprache schreibt“. |
J.M. Coetzee: Handlungsort der „afrikanischen Kindheit“ ist ein ödes Provinznest nördlich von Kapstadt. Der Vater ist an der Seele verletzt aus dem Krieg zurückgekehrt und gerät immer mehr auf Abwege. Der sensible Junge fühlt sich umso stärker zur Mutter hingezogen, die durch ihren Sohn eigene Probleme kompensiert, so dass dieser „ein Leben gebeugt unter der Schuldenlast der Liebe“ führt. Freunde und Schule bringen wenig Verständnis für das Anderssein des durchaus ehrgeizigen Außenseiters auf, in dem sich schon bald ein Schrftsteller ankündigt. Die Kindheit wird zudem überschattet von dem spannungsreichen Nebeneinander verschiedener ethnischer Gruppen. Flucht aus der häuslichen Tristesse bietet die Ferienfreizeit auf der Farm des Onkels, wo sich noch etwas vom „Geist der ersten Siedler“ erhalten hat. J. M. Coetzee (* 1940) entstammt einer im 18. Jahrhundert eingewanderten Burenfamilie. Für dieses Buch erhielt er 2003 den Literatur-Nobelpreis. |